Romy Fölck: Bluthaus (2) [Rezension]

Cover Romy Fölck Bluthaus
Cover © Bastei Lübbe

Nach ihrem letzten Fall erholt sich Frida Paulsen in der Elbmarsch, als sie der Hilferuf ihrer alten Freundin Jo erreicht. Vergangene Nacht fand diese in der Marsch die Leiche einer Frau und ist nun überzeugt, dass man sie des Mordes verdächtigt. Kurz darauf verschwindet Jo spurlos. Besorgt begibt sich Frida auf die Suche nach ihrer Freundin. Die Spur führt auf die Halbinsel Holnis zu einem einsam gelegenen Haus, das die Inselbewohner nur das Bluthus nennen. Vor vielen Jahren wurde dort eine Familie grausam hingerichtet – den Täter hat man nie gefunden… (Inhaltsangabe © Bastei Lübbe)

„Bluthaus“ ist der zweite Teil der Krimireihe aus der Elbmarsch von Romy Fölck: Das ungleiche Ermittlerpaar, das eigentlich gar keines ist, hat mich bereits im ersten Band „Totenweg“ begeistern können.

„Bluthaus“ spielt dieses Mal in der Nähe von Itzehoe. Dort findet Fridas Freundin Jo, die bereits im ersten Teil einen Kurzauftritt hat, die Leiche einer Frau. Schnell gerät Jo selbst unter Mordverdacht und bittet Frida um Hilfe. Kurz darauf ist Jo verschwunden und Frida macht sich auf eigene Faust auf den Weg auf die Insel Holnis, wo sie in einem alten Ferienhaus, nach einem grausamen Mord nur noch Bluthaus genannt, auf Spuren aus der Vergangenheit stößt. Zeitgleich ermittelt Kommissar Bjarne Haverkorn ganz offiziell gegen Jo, die offenbar etwas zu verbergen hat.

Mit „Bluthaus“ präsentiert Romy Fölck erneut einen interessanten Fall, in dem zwei Mordfälle aus Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpft werden und somit ein Cold Case gelöst wird. Trotz einiger Wendungen ist ein Teil der Lösung recht schnell offensichtlich, auch wenn man auf die falsche Fährte geführt werden soll, was nur zeitweise gelingt.

Was die Reihe ausmacht, sind die liebevoll angelegten Charaktere: das ungleiche Paar Paulsen und Haverkorn, das eigentlich noch nicht einmal ein Ermittlerpaar ist, und trotzdem einander in die Hände spielt. Ging es in „Totenweg“ mehr um Frida, so ist es dieses Mal Haverkorn, von dem wir viel Privates erfahren. Da dies wenig mit dem Fall zu tun hat, war es mir streckenweise jedoch zu viel und das Thema Organspende hatte einen erhobenen Zeigefinger, der mich manchmal nervte.

Ein weiterer großer Pluspunkt der Reihe ist der raue Charme der Elbmarsch und die atmosphärischen Landschaftsbeschreibungen, bei denen man immer unwillkürlich die Wärmflasche dichter heranzieht. Zwar empfand ich „Bluthaus“ nicht ganz so atmosphärisch wie „Totenweg“, dafür hat mich der Kriminalfall sehr fesseln und überzeugen können.

Auf den dritten Fall „Sterbekammer“ bin ich auf jeden Fall schon sehr gespannt und ich freue mich darauf, Frida und Bjarne schon bald wiedertreffen zu können.

© Tintenhain


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Leseprobe

Die Reihe
1. Totenweg – Rezension
2. Bluthaus
3. Sterbekammer


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Romy Fölck: Bluthaus

Reihe Band 2
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (28. September 2018)
ISBN-10: 3431041116
ISBN-13: 978-3431041118
Preis: 20,00 € (D)
Geschenk
Cover Romy Fölck Bluthaus
Cover © Bastei Lübbe

Ein Kommentar

  1. Hallo Mona,

    Ich habe die ganze Reihe als Hörbuch und freue mich aktuell auch über Teil 3 .
    Romy Fölck hat da ein sehr interessantes ErmittlerDuo geschaffen und ich finde die Hörbücher sind auch ganz großartig eingelesen.

    Liebe Grüße
    Chrissi

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