Kristina Ohlsson: Glaskinder (1) [Rezension]

Glaskinder Cover (c) cbj Random House

 

Billie ist nicht begeistert von dem Umzug, den ihre Mutter ihr aufzwingt, schon gar nicht in ein heruntergekommenes Haus im Vorort, vollgestopft mit alten Möbeln … Und bald merkt Billie, dass in dem Haus unerklärliche Dinge vor sich gehen: Bücher scheinen den Platz zu wechseln, Deckenlampen schwingen hin und her – und Billie erfährt, dass es in dem Haus immer wieder zu schrecklichen Unglücksfällen gekommen ist. Gemeinsam mit Aladdin, dem Nachbarsjungen, findet Billie heraus, dass das Haus einmal ein Kinderheim war, in dem die so genannten »Glaskinder« gelebt haben. Kinder, die noch immer als Geister dort umgehen könnten … und keinen Eindringling dulden! (Klappentext Glaskinder )

„Glaskinder“ ist ein atmosphärisch dichter Jugendthriller, der mich vom ersten Satz an in seinen Bann gezogen hat. Schon als Billie sich das neue Haus anschaut, in das sie bald mit ihrer Mutter einziehen soll, ist ihr unheimlich zumute. Allein schon, dass die Leute ihre Möbel beim Auszug stehen lassen haben, findet sie merkwürdig. Ihr Gefühl sagt ihr, dass der Umzug in dieses Haus keine gute Idee ist. Schon bald merkt Billie, dass sie mit ihrer Intuition richtig lag. Dinge wechseln ihren Platz, die Deckenlampe beginnt regelmäßig von selbst an zu schwingen und das nächtliche Kratzen am Fenster raubt Billie den Schlaf. In der kleinen Stadt wird gemunkelt, dass auf diesem Haus ein Fluch läge. Allen Bewohnern sei Schreckliches widerfahren. Gemeinsam mit dem Nachbarsjungen Aladdin und ihrer Freundin Simona versucht Billie herauszufinden, was es mit dem Haus auf sich hat und wer vor allem die „Glaskinder“ waren, die immer wieder auftauchen.

Kristina Ohlsson ist mir „Glaskinder“ ein rundum stimmiger, etwas gruseliger und vor allem mitreißender Thriller gelungen. Die Geschichte ist durchgehend spannend, mein einziger Kritikpunkt ist, dass Billies Recherchen auffällig von Kommissar Zufall begleitet werden. Ganz zufällig findet gerade eine Ausstellung passend zum Thema statt und ganz zufällig hat gerade die Angestellte des Museums ausgerechnet über Billies Haus eine Studienarbeit geschrieben.
Die Charaktere haben mir jedoch ausnehmend gut gefallen. Billie und ihre Freunde sind wirklich sehr mutig angesichts der gruseligen Vorkommnisse und auch dass die Erwachsenen bis auf eine Ausnahme keinen Glauben schenken wollen, passt sehr gut. Welcher Erwachsene nimmt wohl Gruselgeschichten von Kindern für bare Münze?

Kristina Ohlsson erzählt bildhaft und eingängig, so dass ich so manches Mal Gänsehaut bekam und mich von der Atmosphäre gefangen nehmen ließ. Ich habe die spannende Geschichte unheimlich genossen. Besonders gefallen hat mir das stimmige Ende, das keine Wünsche offen ließ. Ein wenig wunderte mich, dass ich hinterher feststellte, dass es sich bei „Glaskinder“ um einen ersten Teil handelt, da die Geschichte für mich abgeschlossen ist. Meine Recherchen ergaben, dass im zweiten Fall „Silberjunge“ Aladdin einem Geheimnis auf der Spur sein wird. Ein Buch, das ich auf jeden Fall noch lesen möchte.

©  Tintenhain

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Leseprobe

Die Thriller-Reihe
1. Glaskinder
2. Silberjunge

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Kristina Ohlsson: Glaskinder (1)

Teil 1 einer Reihe (bisher 2 Bände)
Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: cbt (27. Oktober 2014)
Originaltitel: Glasbarnen
Übersetzung aus dem Schwedischen: ‎ Susanne Dahmann
ISBN-10: 357016280X
ISBN-13: 978-3570162804
Altersempfehlung: ab 11 Jahren
Preis: 12,99 € (D)
Bücherei

Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: cbt (9. Januar 2017)
ISBN-10: 3570311252
ISBN-13: 978-3570311257
Preis: 8,99 € (D)

Cover (c) cbj Random House

 

 

 

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