Stephenie Meyer: Bis(s) zum Ende der Nacht (4) [Tintenspritzer]

Cover (c) carlsen Verlag

Inhalt:
Bella und Edward heiraten – endlich! Nun wäre es an der Zeit, dass Edward seine Bella zur Vampirin macht, jedoch findet Bella plötzlich doch noch Gefallen am Menschsein und als sie schwanger wird, ist es mit den Gedanken an eine Wandlung vorerst vorbei. Erst die Geburt ihres halb menschlichen, halb vampirischen Kindes verlangt dann doch noch den entscheidenden Schritt. Als die Volturi von diesem Kind erfahren, machen sie sich auf den Weg, denn dieses Kind darf es ihrer Meinung nach nicht geben.

Der erste Teil der Reihe hat mich fasziniert und begeistert, der zweite Teil ernüchtert, der dritte Teil hat mir wiederum gut gefallen, aber dieser Abschluss ist wirklich zum Heulen. Traurig, was aus so einer tollen Idee werden kann. Meiner Meinung nach ist der letzte Teil mit Abstand der Schlechteste, an Kitsch kaum zu überbieten. Nicht nur, dass Bella auf gar nichts verzichten muss (Sex, Ehe, Kind, keine Probleme mit der Wandlung, keine Trennung vom Vater) auch Jacob kommt noch zu seinem Glück, der Prägung sei Dank. Dem ersten vermeintlichen Höhepunkt (Geburt des Kindes, Wandlung Bellas) wird jegliche Brisanz genommen, da alles problemlos verläuft und Friede, Freude, Eierkuchen einkehrt. Danach steuert alles auf einen großen Endkampf zwischen den Volturi und den „guten“ Vampiren zu, nur findet dieser nicht statt und alle leben glücklich bis an ihr Ende.
Stephenie Meyer geht in ihrem Buch jeglichen Konflikten aus dem Weg, es wird das Bild der perfekten Familie gezeichnet und irgendwie passt die gesamte Vampirthematik überhaupt nicht mehr in die Geschichte, sondern dient nur noch als Rahmen. Edward ist nur noch als Randfigur wahrnehmbar, es wird zwar immer noch versichert, wie atemberaubend er ist, aber wesentlich interessanter und dynamischer ist die Beziehung zu Jacob. Wäre nicht der Teil aus seiner Sicht gewesen, wäre das Buch fast unerträglich gewesen.
© Tintenelfe
August 2009 – Diese Kurzrezension wurde von einem früheren Blog übernommen.

5 Kommentare

  1. Also vielleicht geht das letzte Buch wirklich zu harmlos aus, besonders beim Kampf und die Schwangerschaft war auch nicht wirklich meins, aber ich muss auch nicht immer nur Konflikte haben. Das find ich irgendwann auch anstrengend. Diesen hier fand ich eigentlich wieder ganz gut. Mich hat Teil 3 mit dem ewigen hin und her mehr genervt.

    1. So unterschiedlich kann das sein! 🙂 Ich fand ja Band zwei mit der Dauerdepression ziemlich nervig (obwohl das jetzt schlimmer klingt als es war). Band 3 dagegen ging dann wieder. Der letzte war mir einfach zu dick aufgetragen. Aber es bleibt letztendlich immer Geschmackssache.
      (Und das hier ist eine ganz alte Rezension, die diese Bezeichnung gar nicht verdient hat. ;-))

      1. Ah okay. 🙂 Ja, stimmt Band 2 fand ich auch nicht so gut. Da fand ich auch schade, dass Edward so lange weg war. Ohne ihn war es nicht das Gleiche. Aber mich hat 3 irgendwie mehr genervt. An eins reicht irgendwie kein Teil mehr ran find ich. Hast du denn auch Seelen gelesen?

      2. Band 1 war so bombastisch genial, dass ich mir das Buch gekauft habe, obwohl ich es schon (leihweise) gelesen hatte. Ja, „Seelen“ habe ich auch gelesen, aber es ist schon sehr lange her. Ich weiß noch, dass es mir sehr, sehr gut gefallen hat. Hätte bei mir auch für die Top Ten gereicht. 😀

      3. Ja, bei Band 1 fand ich eiinfach diese bedingungslose Liebe toll. Die fehlte mir in den Folgenbänden leider oft. Seelen fand ich wie gesagt einfach toll. Vor allem auch Ian und Jared fand ich toll.

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