Tintenhain – Der Buchblog

Samantha Hayes: Eine von uns [Rezension]

Cover Samantha Hayes: Eine von uns
© dtv

Als ihr Haus abbrennt, wird Ginas Leben und das ihrer Familie auf den Kopf gestellt. Glücklicherweise ist ihre alte Freundin Annie nicht in der Stadt und bietet ihnen an, vorübergehend bei ihr zu wohnen – in einem wunderschönen, renovierten georgianischen Haus. Gina nimmt das Angebot dankend an. Als es bald darauf an der Tür klingelt und Mary auftaucht, die behauptet, die Haushälterin zu sein, stellt Gina das nicht infrage, denn Annie lobt ihre Angestellte in den höchsten Tönen. Doch Gina hat das Gefühl, dass Mary etwas zu verbergen hat. Schon bald wird sie von albtraumhaften Erinnerungen heimgesucht – Erinnerungen an eine verhängnisvolle Nacht vor vielen Jahren. Doch der wahre Albtraum steht erst noch bevor. (Inhaltsangabe © Heyne Verlag)

Interessante Geschichte, etwas träge umgesetzt

Die Ausgangssituation ist super interessant und spannend. Eine fremde Frau steht in der Tür, die vorgibt, die Haushälterin der Freundin zu sein, bei der Gina und ihre Familie nach einem Hausbrand untergekommen sind. Gina vergisst sich bei ihrer Freundin. Alles okay. Aber man merkt sehr schnell, dass etwas nicht stimmt. Auch Gina – nur, dass sie das leider ignoriert. Aufgrund des parallelen Erzählstrangs aus Sicht der Haushälterin Mary weiß man schnell mehr als Gina, was dann bedauerlicherweise etwas nervig war. Es blieb aber meist trotzdem spannend, da man nicht weiß, was Mary vorhat und vor allem, was damals geschah.

Nach etwas mehr als der Hälfte des Buches fragte ich mich, was denn nun eigentlich noch kommen könnte, und plötzlich nahm die bis dahin teilweise gemächliche Handlung so richtig Fahrt auf und die Seiten flogen
nur so dahin. Die Idee und der Plot des Thrillers samt der Twists sind richtig gut. Der Erzählstil hat mir gefallen, es gab auch immer mal Einschübe von damals. Die Personen, na ja, sehr rational war das nicht immer, aber geschenkt. Wer handelt schon immer logisch?
Gestört hat mich allerdings, dass (mal wieder) ein offensichtlicher Autist als gruselig und potenziell gefährlich dargestellt wird. Wenn ich dann die Kommentare im Socialread-Chat bei Reado lese, wird klar, warum Autisten es in unserer Gesellschaft so schwer haben und ihnen mit massiven Vorurteilen begegnet wird.

© Tintenhain


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Einzelband
Broschiert: 400 Seiten
Verlag: dtv Verlag (26. Juni 2025)
Originaltitel: The House Keeper (2024)
Übersetzung aus dem Englischen: Anne Rudelt
ISBN-13: 978-3-423-22133-7
Preis: € 13,00 [D]
auch als e-Book
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Cover Samantha Hayes: Eine von uns
Cover © dtv

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