Alex Smith: Die Stimmen, die dich rufen (4) [Rezension]

Endlich ist die Familie von Detective Chief Inspector Robert Kett wieder vereint. Nur sind die seelischen und körperlichen Wunden noch lange nicht verheilt. Vom Dienst suspendiert, will der Spezialist für Vermisstenfälle mit seinen Kindern Urlaub an der Küste von Norfolk machen. Doch statt der dringend benötigten Ruhe findet Robert Kett dort eine Gemeinde im Ausnahmezustand vor: Vier Teenager sind aus einer Wohnwagensiedlung verschwunden, nachdem sie den Anweisungen auf einem alten Kassettenplayer gefolgt sind. Anweisungen, die sie direkt in die Falle ihres Kidnappers geführt haben. Ihre Zeit läuft ab, ihnen droht ein grausames Schicksal, wenn man den Spuren nicht folgt, die der Kidnapper hinterlegt hat. Er ist der Einzige, der wusste, wo sich die Jugendlichen befinden. Es gibt nur ein Problem: Er ist inzwischen tot. (Inhaltsangabe © Rowohlt Verlag)
Robert Kett – immer am nächsten Vermisstenfall
DCI Robert Kett hat endlich seine Frau gefunden. Es wird dauern, bis die Familie die schweren Wunden verwinden kann, die die schreckliche Entführung (Die Angst die niemals endet) in die Seele von Billie geschlagen hat. Sein Chef schlägt ihm also einen Urlaub vor und gibt ihm die Schlüssel zu seinem Castle, das sich als Campingwagen entpuppt. Doch Kett hat keine Zeit sich zu ärgern, denn am Urlaubsort sind vier Teenager verschwunden. Alles deutet darauf hin, dass sie mit der Stimme auf einem Kassettenrecorder irgendwohin gelockt wurden. Kett setzt alles daran, die drei Jungs und das Mädchen lebendig zu finden. Denn die Stimme droht: Jedes Mal, wenn sie gehört wird, wird jemand sterben.
Alex Smith kann es einfach. Ich bin jedes Mal aufs Neue gespannt, wie sich der Fall auflösen wird, obwohl ich eigentlich keine Krimireihen mehr lesen will. Diese hier hat mich aber doch ganz schön gecatcht und ich freue mich schon jetzt auf das nächste Buch. Der Prolog, in dem das Mädchen Amy den Kassettenplayer findet und den Anweisungen der Stimme folgt, ist beklemmend und kurzzeitig wollte ich gar nicht so genau wissen, was da passieren wird. Bei Alex Smith weiß man nicht, mit welchem Horror er als Nächstes um die Ecke kommt. Aber viel Zeit zum Nachdenken bleibt nicht. Die Ermittlungen sind kurzweilig und ständig passiert etwas. Keine langwierigen Befragungen, kein langes Tappen im Dunkeln. Eine Spur jagt die nächste. Langweilig wird es nie. Okay, manche finden die Sequenzen mit Robs Familie etwas anstrengend. Ich finde sie entspannend, wobei mich dieses Mal die Kinder auch ein bisschen genervt haben. Andererseits bringen sie Rob auf eine Idee. Besonders gern mochte ich dieses Mal die Twists und die für mich überraschende und verblüffende Auflösung.
Der nächste Band ist schon ausgeliehen und ich freue mich auf die Fortsetzung.
© Tintenhain
Die Reihe mit Detective Robert Kett
1. Ein Schrei, den niemand hört
2. Die Schatten, die dich jagen
3. Die Angst, die niemals endet
4. Die Stimmen, die dich rufen
5. Die Spuren, die sich verlieren
6. Die Kälte, die dich lähmt (09/2026)
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Rowohlt Verlag (16. September 2025)
Originaltitel: Whip Crack (2020)
Übersetzung aus dem Englischen:
Alice Jakubeit
ISBN-13: 978-3-499-01768-1
Preis: € 14,00 [D]
auch als E-Book
Bücherei

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