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Megan Miranda: Perfect Secret – Hier ist Dein Geheimnis sicher [Rezension]

Cover Megan Miranda Perfect Secret
Cover © Penguin

Es ist das letzte Wochenende des Sommers, bevor die wohlhabenden Feriengäste das Küstenstädtchen Littleport wieder verlassen und der Ort in seinen düsteren Winterschlaf fällt. Die Freundinnen Sadie und Avery wollen zusammen auf eine Party gehen – doch Sadie taucht nie dort auf. Noch in der gleichen Nacht wird ihre Leiche an die rauen Klippen gespült. Für Avery bricht eine Welt zusammen. Sadie war ihr Anker, als sie ihre Eltern und kurz darauf ihre Großmutter verlor. Die Polizei legt den Fall bald als Selbstmord zu den Akten. Doch Avery stößt auf Beweise, dass Sadie umgebracht wurde – nur deuten sie alle auf sie selbst als Täterin hin. Versucht ihr jemand die Schuld an Sadies Tod anzuhängen? Der Sommer ist vorbei, und ein Sturm zieht auf über Littleport, Maine… (Klappentext “Perfect Secret” © Penguin)

In diesem Sommer nähert sich der Jahrestag von Sadie Lomans Tod. Die junge Frau, Tochter der reichsten Familie im Ort, der fast sämtliche Ferienhäuser des Dorfes gehören, stürzte im letzten Sommer in einer Partynacht von einer Klippe. Avery ist ihre beste Freundin gewesen, an einen Unfall hat sie nie geglaubt. Den Tod von Sadie, die ihr nach dem Tod der eigenen Eltern Halt gegeben hat und die ihr so vertraut war, wie sonst niemand, geht Avery immer noch nahe. Wieder und wieder lässt Avery die Ereignisse der Partynacht Revue passieren und stößt dabei auf eine Spur.

Megan Miranda ist inzwischen bekannt für raffinierte, psychologische Spannung mit unerwarteten Wendungen und ich freue mich auf jedes neue Buch von ihr.
„Perfect Secret“ wird aus der Perspektive von Avery erzählt, die in zwei Zeitebenen den vermeintlichen Unfall ihrer besten Freundin wieder aufrollt. So wird einerseits erzählt, was im Sommer 2018 geschah und gleichzeitig werden im Sommer 2019 die neuen Spuren entdeckt, die Avery immer wieder überraschen und auch ihre Beziehung zu Sadie in neuem Licht sehen lassen.

Megan Miranda schreibt flüssig, bildhaft und in einem für einen Thriller eher ruhigen Ton. Ich mag die zunächst unbefangene Vorgehensweise, das langsame Aufrollen bis es dann immer schneller wird und eine neue Wendung die andere jagt. Die Ich-Erzählerin lässt intensiv an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben, so dass man die Möglichkeit hat, selbst Verdachtsmomente und eigene Schlüsse einzubeziehen. Dabei ist Avery jedoch nicht unbedingt sympathisch und auch nicht so leicht einzuschätzen. Will sie ihre Unschuld untermauern oder eigentlich nur von sich ablenken? Ich mag solche unzuverlässigen Erzählstimmen sehr gern.

Wer sich langsam aufbauende Spannung mit einem packenden Showdown mag, liegt bei „Perfect Secret“ auf jeden Fall richtig. Zudem gestaltet sich die Auflösung schlüssig und zufriedenstellend, und sie hat mich auch überraschen können.

©  Tintenhain


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Einzelband
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Penguin Verlag (28. Dezember 2020)
Originaltitel: The Last House Guest
Übersetzung aus dem Amerikanischen: Cathrin Claußen
ISBN-10: 3328106154
ISBN-13: 978-3-328-10615-9
Preis: 15,00 € (D)
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