Alex Falkner: Silberflut (1) Das Geheimnis von Ray’s Rock [Rezension]

Cover Alex Falkner Silberflut (1). Das Geheimnis von Ray's Rock
Cover © Arena Verlag

Eddie und Milla und ihre fünf Mitschüler sind von der Zivilisation komplett abgeschnitten, kein Handy funktioniert mehr und von Hilfe keine Spur. Seltsame Dinge passieren auf der Insel. Pflanzen und Tiere wachsen übernatürlich schnell, ihre Vorräte werden geplündert… Und als eine weitere Schülergruppe auftaucht, beginnt ein Wettlauf um die Rettung von der Insel – auf Leben und Tod. (Inhaltsangabe © Arena Verlag)

Es sollte eine ganz besondere Klassenfahrt werden: Eine einsame Insel Ray’s Rock inmitten der Celtic Sea mit Zelten, Abenteuer und Schnitzeljagd. Doch am dritten Tag kommt eine silberne Nebelflut auf und plötzlich ist alles anders. Eddie, Milla und fünf weitere Kinder sind auf einen Schlag allein auf der Insel. Keine Erwachsenen, keine Klassenkameraden, die elektronischen Geräte funktionieren nicht mehr und auch Flora und Fauna haben sich scheinbar verändert. Während Milla das Ganze als Abenteuer betrachtet und hofft, endlich mal das Wolfsrevier im Norden erkunden zu können, wünschen sich Eddie und die anderen bald nichts sehnlicher, als von der Insel gerettet zu werden. Doch bald schon stellen die sieben Kinder fest, dass sie doch nicht allein sind, denn in Camp 2 sind auch noch ein paar Jugendliche da und mit denen ist nicht gut Kirschen essen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Milla und Eddie erzählt. Milla ist eine Außenseiterin, die es gewohnt ist, auf sich selbst aufzupassen und für sich zu sorgen. Eddie hingegen kümmert sich um die anderen und hat so ein bisschen den Hut auf. Insgesamt ist aber Milla diejenige, die mir stärker im Gedächtnis geblieben ist. Auch Lucy, die sich so gut mit Tieren auskennt und Kira, ein toughes Mädchen von Camp 2 sind mir weitaus präsenter als die Jungs. Die konnte ich eigentlich nur anhand ihrer Namen auseinanderhalten. Höchstens Theo, bei dem man nicht weiß, ob er nicht vielleicht das Lager wechseln wird, bildet da noch eine Ausnahme.

„Silberflut“ ist von der ersten Seiten an spannend und es gibt eine Menge Rätsel, die es zu lösen gilt. Besonders schön finde ich, dass es im Einband auch eine Karte der Insel gibt, so dass man sich besser orientieren kann. Der erste Band der Dilogie endet dann auch mit einem Paukenschlag und jeder Menge Fragezeichen. Es bleibt also noch abzuwarten, was eigentlich genau auf der Insel vor sich geht. Besonders gespannt bin ich darauf zu erfahren, was es eigentlich mit dem merkwürdigen Stab auf sich hat, den Jesper gefunden hat.

Die Schreibweise von Alex Falkner hat mir nicht so sehr zugesagt. Die Charaktere bleiben weitgehend blass und habe einen lebendigen Eindruck von der Insel vermisst. Auch hat mir ein wenig die Atmosphäre gefehlt. So war es zwar rätselhaft, aber Nervenkitzel und Abenteuerlust hat das Buch nicht in mir wecken können. Sprachlich mochte ich das Buch nicht besonders, da der Fokus sehr auf Umgangssprache/Jugendsprache liegt. Damit kann ich persönlich nicht viel anfangen, da es mir in einem Buch oft gekünstelt vorkommt, wenn es sich durch den gesamten Text zieht.

Mich würde es jetzt schon interessieren, wie es für die sieben Kinder ausgeht und ob sie das Rätsel der Silberflut lösen können. Der zweite Band „Die Verschollenen von Ray’s Rock“ erscheint im Mai.

© Tintenhain


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Silberflut-Dilogie
1. Das Geheimnis von Ray’s Rock
2. Die Verschollenen von Ray’s Rock


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Dilogie, Band 1
Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Arena (18. Februar 2020)
ISBN-10: 3401604821
ISBN-13: 978-3401604824
Illustrationen: Torben Weit
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
Preis: € 12,00 [D]
Rezensionsexemplar
Cover Alex Falkner Silberflut (1). Das Geheimnis von Ray's Rock
Cover © Arena Verlag
 
 
 

3 Kommentare

  1. Moin!
    Lustig, erst gestern habe ich meine Rezension zu diesem Buch geschrieben (erscheint Sonntag) und ich bin genau Deiner Meinung! Vielleicht sogar noch mehr genervt als Du von der Sprache und den unpassenden Anspielungen auf nicht Kindgerechte Serien und Spiele. Die Protagonisten waren mir null sympatisch.. Schade, denn der Plot hätte echt Potential gehabt. Für mich wirds wohl keine Rückkehr nach Ray’s Rock Ende Mai geben…

    1. Die Serien kannte ich selbst nicht, deshalb kann ich nichts dazu sagen. Fortnite spielen aber auch Kinder in dem Alter, egal wie gut wir Eltern das finden. Da finde ich es eher schade, dass dadurch das Buch schnell nicht mehr aktuell sein wird.
      Die Protagonisten konnte ich kaum auseinanderhalten und mir ist auch nicht klar warum Eddie einen eigenen Erzählstrang bekommen hat. Hätte auch jeder andere sein können. Ist wirklich schade.

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