Lisa Keil: Bleib doch, wo ich bin [Rezension]

Cover Lisa Keil: Bleib doch, wo ich bin
Cover © Fischer Verlage

Kaya hat alles, was sie zu ihrem Glück braucht: eine kleine Buchhandlung in ihrem Heimatort, beste Freunde und ihr heiß geliebtes Shetlandpony. Für einen Mann, der länger bleibt als eine Nacht, ist eigentlich kein Platz in ihrem Leben.
Lasse ist überzeugter Großstädter und nur aufs Land gezogen, weil er als Lehrer die erstbeste Vertretungsstelle annehmen musste. Als Kaya ihn auf einer Scheunenparty trifft, ahnt sie nicht, dass der gutaussehende Typ der Klassenlehrer ihrer Nichte ist. Eine Begegnung mit aufregenden Folgen… (Klappentext © Fischer Verlage)

Für alle, die die „Redwood“-Reihe zu kitschig finden, aber einen leichten, humorvollen und romantischen Liebesroman schätzen, habe ich was Schönes gefunden. „Bleib doch, wo ich bin“ von Lisa Keil. Nachdem ich mich in die Romane von Petra Hülsmann verliebt hatte, suche ich ja schon länger nach einer Autorin, die so etwas Ähnliches schreibt. Etwas zum Dahinschmelzen, zum Lachen und zum Weinen. Da! Gefunden!

Allerdings führt „Bleib doch, wo ich bin“ nicht in eine Großstadt, sondern aufs platte Land, wo die hübsche, lebenslustige Kaya einen kleinen, ein wenig besonderen Buchladen betreibt und eigentlich ganz glücklich damit ist, nicht in einer festen Beziehung zu sein. Sie liebt ihre Nichte Milli, für die sie auch mal einen Schwindel eingeht, und ihr kleines Shetlandpony, das ihr ein treuer Wegbegleiter ist. Ebenfalls ein treuer Gefährte ist ihr bester Freund Rob, der Tierarzt im Dorf, mit dem sie eine ganz besonders innige Freundschaft verbindet.

In Lasse, den Klassenlehrer ihrer Nichte, verliebt sie sich ganz aus Versehen. Eigentlich wollte sie doch nur ihrer Freundin Amelie beweisen, dass eine halbe Stunde Partygespräch ausreicht, um an einen One-Night-Stand zu kommen. Dass Lasse viel mehr als ein Typ für eine Nacht ist, ist Kaya sofort klar und doch gibt es noch einige Schwierigkeiten zu überwinden, bis der bodenständige Lehrer aus der Großstadt und Kaya zusammenfinden.

Mich hat die Geschichte von der ersten Seite an verzaubert und ich habe es sehr genossen, mich einfach fallenzulassen und zu genießen. Lisa Keil schreibt lebendig, humorvoll und romantisch, aber nicht kitschig. Ihre Protagonisten sind ganz normale Menschen, die zwar nicht hässlich sind, aber auch nicht wie die menschliche Verkörperung von Göttern daherkommen. Das tat nach Kelly Moran und Marie Force mal richtig gut. Aber auch erotische Szenen kommen nicht zu kurz bei Lisa Keil, wobei es „kurz und knackig“ dabei wohl am besten trifft.

Mir hat auch gefallen, dass der Konflikt aus der Situation heraus entsteht und nicht in einem dramatischen Geheimnis in der Vergangenheit liegt. Das macht die Figuren so lebensnah und authentisch, wenn vielleicht auch nicht unvergesslich. Dafür bleiben vielleicht eher die lustigen Szenen im Gedächtnis, die Lisa Keil wohl dosiert und gekonnt einstreut und die dem Roman eine besondere Leichtigkeit verleihen.

Ich sage ja immer, dass die besten Liebesromane diejenigen sind, bei denen man sich selbst ein bisschen verliebt. Lasse ist da durchaus so ein Kandidat. Aber auch der Tierarzt Rob ist unwahrscheinlich toll und ich kann mir vorstellen, dass sich so einige gewünscht haben, dass er die Hauptrolle spielen würde. Wird er auch, aber erst im nächsten Band. Da wünsche ich ihm auf jeden Fall ganz, ganz viel Glück, denn er ist eine echt tragische Figur, die einem das Herz zerreißt. Natürlich werde ich auch das nächste Buch von Lisa Keil lesen. Ganz klar, jetzt, wo ich sie endlich entdeckt habe.

©  Tintenhain


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