Rezension: Sieben Tage ohne (Monika Peetz)

3faesschen
(c) Kiepenheuer&Witsch
Dieses Mal ist Eva die treibende Kraft der „Dienstagsfrauen“, die vorschlägt, den jährlichen Ausflug als gemeinsame Fastenkur im Altmühltal zu gestalten. Dabei geht es ihr nicht nur um Besinnung und innere Einkehr, sondern sie will endlich das Geheimnis um ihren Vater lüften, dessen Identität ihr die Mutter beharrlich verschweigt. Die Anreise ist mit einigen Schwierigkeiten verbunden und auch das Fasten stellt den Dienstagsfrauen so manche Hürde. Ebenso wie das Durchhaltevermögen der fünf Frauen wird auch ihre langjährige Freundschaft auf die Probe gestellt, denn nicht alle sind ehrlich miteinander.
„Sieben Tage ohne“ ist ein Buch, auf das ich mich gefreut hatte, vielleicht waren daher meine Erwartungen etwas hoch. Leider sind sie dann auch enttäuscht worden.
Das Buch ist flott geschrieben und gut zu lesen. Jedoch musste ich so manches Mal innehalten und überlegen, um welche der Frauen es denn jetzt noch mal ging. Sie verschwammen manchmal mit ihren Problemen und Gedankengängen zu einem Einheitsbrei. Einzig die junge Mutter Kiki und die luxusverwöhnte Estelle hoben sich ab, wobei Letztere kaum ein Rolle spielte.
Ich hätte mir hier gewünscht, dass die Charaktere eingängiger und nachfühlbarer gestaltet worden wären. Auch die Nebenfiguren wie die Dorfbewohner oder die Kursteilnehmer waren sehr stereotyp. Selbst das besserwisserische Lehrerehepaar durfte nicht fehlen. Es hat mir jedoch auch Spaß gemacht, gemeinsam mit Eva und Caroline herauszufinden, was denn nun genau in dem Frühling vor Evas Geburt in dem kleinen Ort im Altmühltal geschehen war und wer sich letzten Endes als ihr Vater entpuppen würde.

Ich danke lovelybooks und dem Verlag Kiepenheuer & Witsch für das Leseexemplar. Der Austausch in der Leserunde hat mir Spaß gemacht, die Teilnahme an der Challenge habe ich jedoch aus den Gründen, die ich in meinem letzten Artikel dazu beschrieben habe, abgebrochen.

© Tintenelfe

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