Wir lesen und besprechen… #14 [Lesekreislektüre] – Erich Kästner: Als ich ein kleiner Junge war

Es ist schon eine Weile her, dass ich von unserem Lesekreis berichtet habe. Das liegt daran, dass wir uns im November das letzte Mal getroffen haben und uns im Dezember eine Weihnachtspause gegönnt haben. In der Adventszeit ist ja ohnehin immer viel los und ein Termin jagt den nächsten.
Unsere kleine Wichtelei haben wir uns aber trotzdem nicht nehmen lassen und wieder einmal hat jede ein Buch aus dem eigenen Regal eingepackt. Nach einer Würfel- und Lachorgie hatte am Ende jede ein neues Buch in der Hand. Bei mir war es „Der Spiegel im Spiegel. Ein Labyrinth“ von Michael Ende.

Natürlich hat auch jede wieder ein bisschen erzählt, was sie gelesen hat oder demnächst lesen möchte. So waren wir auch ganz schnell bei unserem neuen Lesekreisbuch, denn Susanne wollte gern „Als ich ein kleiner Junge war“ von Erich Kästner lesen. Ich hatte mir das Buch bei unserem Krabat-Ausflug nach Schwarzkollm gekauft als wir einen Abstecher nach Dresden machten. Leider hatte ich es noch nicht gelesen. Das Buch stieß sofort auf große Zustimmung. Ich hab es inzwischen gelesen – ist sogar schon eine Weile her – und mich auch sehr über den Film „Kästner und der kleine Dienstag“ gefreut, der vor Weihnachten im Fernsehen lief.

Ich mag Kästners Sprache und mag das Buch sehr ger. Witzig fand ich, dass er in seiner Ansprache erklärt, dass das alles schon 50 Jahre her sei. Aus unserer Sicht ist es sogar schon über 100 Jahre her. Das das Buch sich an Kinder richtet, was Erwachsene jedoch vom Lesen nicht abhalten sollte, werde ich mal schauen, ob ich es meinen Kindern ans Herz legen kann.
Heute Abend werden wir über das Buch sprechen und ich bin gespannt auf die Meinungen der anderen.

Erich Kästner: Als ich ein kleiner Junge war

Cover (c) dtvKlappentext:

»Die Monate haben es eilig. Die Jahre haben es eiliger. Und die Jahrzehnte haben es am eiligsten. Nur die Erinnerungen haben Geduld mit uns. Besonders dann, wenn wir mit ihnen Geduld haben«, schreibt Erich Kästner in seinem Nachwort zu seinen Kindheitserinnerungen ›Als ich ein kleiner Junge war‹. Der gebürtige Dresdner erzählt von den Jahren 1907 bis 1914 in seiner Heimatstadt, aber auch sehr anschaulich von der Kindheit seiner Eltern und Großeltern. Er beschreibt das Alltagsleben seiner Familie, die gesellschaftlichen Zwänge und Konventionen, das Treiben auf den Straßen und Plätzen Dresdens. Besonders liebevoll erinnert sich Erich Kästner an seine Mutter, der er mit diesem Buch ein Denkmal setzt.
(© dtv Verlag)

Taschenbuch: 208 Seiten
Verlag: Dtv (1. Mai 2003)(erstmalig erschienen 1957 im Atrium Verlag)
ISBN-10: 3423130865
ISBN-13: 978-3423130868
gekauft
Preis: € 7,90[D]

 

 

 

 

 

 

 

7 Kommentare

  1. Oh, Kästner, ich mag ihn so. Hab ich, glaube, schon mal hier geschrieben. Ich finde es so schade, dass er den Deutschen nur als Kinderbuchautor in Erinnerung bleibt. Und ich schließe mich Dir an, seine Sprache ist schön, präzise und poetisch.
    Liebe Grüsse,
    Nina

  2. Hach, Kästner. Ein sehr schönes Buch habt ihr euch da ausgesucht. Bekomme ich gleich selber wieder Lust, dieses Buch zu lesen.

    Wie Ninakol schon geschrieben hat, ist Kästner so viel mehr, als nur ein Kinderbuchautor.

    Hast du den Film „Kästner und der kleine Dienstag“ gesehen? Ist noch bis Ende März im der ARD-Mediathek abrufbar. Sehr eindrücklicher Film, wenn auch relativ mundgerecht aufgearbeitet.

    Gruß
    Marc

    1. Den Film habe ich gesehen und ich fand ihn interessant und er motiviert mich, noch mehr von Kästner zu lesen. Außer den Kinderbüchern kenne ich bisher nur „Der kleine Grenzverkehr“ – kann mich aber ehrlich gesagt nicht mehr an dem Inhalt erinnern.

      LG,
      Mona

      1. Dann kann ich wirklich nur dem Fabian bzw die ungekürzte Neuauflage Der Gang vor die Hunde empfehlen, das ist Erwachsenenliterstur mit Augenzwinkern, wie man es von Kästner gewohnt ist. Schade, dass es nicht mehr Romane von ihm mit diesem Anstrich gab.

  3. Ich habe das Buch auch vor ein paar Monaten in einem Antiquariat in Braunschweig gefunden und begeistert mitgenommen, weil es so eine hübsche alte Ausgabe war. 🙂 Sind in der Ausgabe, die du hast auch diese tollen Illustrationen von Horst Lemke drin?
    Ich habe es allerdings erst zur Hälfte gelesen, dann pausiert und seitdem noch nicht wieder den Einstieg geschafft. Ich habe mir aber schon vorgenommen, das bald zu beenden.

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