Geheimnisvolle Post und ein weißes Kaninchen

In den letzten Tagen erreichten mich zwei Postsendungen, die mich vor ein Rätsel stellten.
Das eine war schnell gelöst. Post von Lovelybooks mit Info- und Werbematerial zu Jenny Fagans Buch „Das Mädchen mit dem Haifischerz“ aus dem Kunstmann-Verlag. Auf jeden Fall ist es gelungen, mich sehr neugierig zu machen.haifischherz
Es geht um die 15jährige Anais, die sich blutverschmiert in einem Polizeiauto wiederfindet. Am Ende der Stadt liegt eine Polizistin im Koma. Anais wird ins Panoptikum, eine Besserungsanstalt für schwer erziehbare Jugendliche, gebracht – offensichtlich die Endstation für das Mädchen, das als Waisenkind schon Station in vielen Heimen und Pflegefamilien gemacht hat und schon als Kind unglaublich viel Schlimmes erleben musste. Im Panoptikum findet Anais eine neue Heimat. Mehr zum Buch findet Ihr auf der Seite des Kunstmann Verlags.

Folge dem weißen Kaninchen…

Viel aufregender aber ist ein kleines Päckchen, das ich von einer Hannah aus Berlin bekam. In Holzwolle verpackt lag da eine kleine Amphore mit Honig gefüllt. Ich kenne keine Hannah in Berlin. Es gab keinen Brief oder sonst etwas. Glücklicherweise kam zwei Tage später eine Mail, die Aufklärung bot:
Ich bin mitten in der Jagd nach dem weißen Kaninchen gelandet. Was das sein soll? Es handelt sich dabei um Alternate Reality Games (ARG), bei denen Fiktives und Wirklichkeit miteinander verwoben werden. Was als harmlose Geschichte beginnt, wird plötzlich sehr realer Teil des eigenen Lebens.
Honigfass
Ich musste leider erst auf des Rätsels Lösung gestoßen werden. Was ich für eine hübsche Schmuckbanderole hielt, ist in Wirklichkeit ein Code.
Dieser führt auf die Seite von Memiana, wo Hannah auf einem Blog davon berichtet, wie ein geheimnisvoller Fremder zu ihr fand und nun Hilfe sucht. In Videobotschaften erzählt Wingort von seiner Welt und es werden Aufgaben gestellt.
Dann tauchten auf dem Blog geheimnisvolle Tafeln mit den gleichen Code-Zeichen wie auf dem Honigtopf auf. Die findigen Sucher fanden auch schnell heraus, dass es sich dabei um GPS-Koordinaten handelt. Während ich also noch ganz verwirrt versucht habe, schlau aus dem Ganzen zu werden, wurden schon die ersten drei Artefakte an verschiedenen Orten in Deutschland gefunden. Nur eines fehlte – dieses musste sich irgendwo in der Nähe von Hannover befinden. Im Forum wurde schon gefragt, ob nicht jemand in der Nähe wohnen würde.
Mein Startzeichen! Denn nun konnte ich endlich was tun! Mein Mann war auch glatt bereit, mich bei dem schönen Wetter zu begleiten und ich kontrollierte unser Garmin auf Funktionstüchtigkeit. Das lag schon viel zu lange in Wartestellung.
Am Ziel bot sich uns folgender Anblick:
Zielort
Im Inneren der Rakete befand sich ein geheimnisvolles Zeichen, das mit seinen Kringeln ein wenig an den bekannten Code erinnert.
Zeichen
Recht schnell war dann auch das Artefakt geborgen. Ein glitzerndes Stück Gestein, umwickelt mit festem Garn. Unter dem Garn steckte ein Zettelchen mit einem weiteren Code.
Mit diesem Code  Code (die Zahl 36) konnte ich dann auf der Seite von Memiana die Kachel umdrehen und ein weiteres Stück der Karte freilegen.
Nun warte ich etwas ängstlich darauf, dass sich ein gewisser Herr Larsen bei mir meldet, um das Artefakt zurück zu verlangen. So ist es nämlich bei den anderen drei Findern geschehen. Bisher sollten die Teile an öffentlichen Orten (Mülleimer einer Haltestelle) deponiert werden. Im Moment ist alles sehr rätselhaft und es wird beratschlagt, wie man vorgehen sollte.
Ein bisschen staune ich ja noch darüber, dass mein Mann sich einfach so darauf eingelassen hat, mal eben durch die Gegend zu kutschen, um einen Stein zu suchen.

Ich: Toll, dass Du das mitmachst. Ich dachte, Du sagst, ich spinne.
Er: Ja, Du spinnst ja auch.
Aber jetzt findet er es, glaube ich, auch spannend. Zumindest lässt er sich von mir berichten, was so passiert. 😉
© Tintenelfe
Nachtrag: Am nächsten Tag erhielt ich eine Drohung von einem Herrn Larsen. Ich solle das Wochenende genießen, es könne mein Letztes sein. Auch die anderen Artefaktfinder wurden bedroht und aufgefordert, ihr Artefakt an einer benannten Stelle zu hinterlegen. Einer der Spieler wurde beim Aufsuchen der Koordinaten von (Wo)Men in Black mit Sonnenbrillen erwartet, und auch andere wurden beobachtet.
Der Druck von Larsen wuchs. Hannah hielt sich versteckt und bat, ihr die Artefakte zu überbringen. Der verschlüsselte Übergabe-Ort war in Leipzig, wo ich Dank der Buchmesse auch mein Artefakt an eine Mitspielerin übergeben konnte. Doch auch Larsen war wachsam und hat es geschafft, in den Besitz der Artefakte zu gelangen.
Am Abend trafen einige Mitspieler dann auf Wingort und Hannah und durften einer Lesung aus „Memiana“ lauschen. Das Buch ist bereits als ebook erschienen.

11 Kommentare

  1. Ah, sieh mal an. Ich habe dieses Päckchen auch bekommen, aber bis heute keine weitere Nachricht oder Erklärung. Schade, wäre sonst auch bei der Schnitzeljagd dabei gewesen.

    1. Es haben leider nur sehr wenige mitgemacht.
      Man kann bei so einem Päckchen mit dem Kaninchen-Stempel auch gleich ins ARG-Forum gucken. Habe ich aber auch nicht gewusst. 🙂

      1. Na ja, ich hatte noch auf FB gepostet und gefragt, ob das jemand kennt. Mir war sowohl Absender als auch Kaninchen völlig unbekannt. Als dann jemand was von diesem Forum sagte, musste ich auch das erst umständlich suchen und dann fragte ich mich immer, ob es mit einem anderen Online-Spiel zusammenhängt. Und wie gesagt, es kam nichts weiter, keine Mail, kein Brief, kein nichts. Wenn das bei mehreren so war, kann ich die geringe Beteiligung verstehen 😉

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