Kerstin Gier: Rubinrot – Liebe geht durch alle Zeiten (1) [Rezension]

Stand „Rubinrot“ wirklich ganze 5 Jahre in meinem Bücherregal? Erst musste der erste Band der „Edelstein“-Trilogie auf seine Nachfolger warten und als diese dann Einzug ins Regal hielten, kam immer wieder ein anderes Buch dazwischen. Inzwischen sind die drei Bücher auch signiert, denn Kerstin Gier war im letzten Jahr zu einer fantastischen, unterhaltsamen Lesung in Braunschweig. Nur gelesen waren sie immer noch nicht und dank des Film-Hypes vor einigen Monaten musste ich schon aufpassen, nicht gespoilert zu werden.
Cover Rubinrot (c) Arena Verlag

Inhalt:
Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Dass man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!
In gewohnt spritzigem Schreibstil lässt Kerstin Gier Gwendolyn erzählen, wie sie entdeckt, dass nicht ihre Cousine Charlotte, sondern sie selbst das Zeitreise-Gen der Familie geerbt hat. Vom normalen Teenager wird Gwendolyn von jetzt auf gleich das umsorgte, überwachte und herumgeschubste Juwel der Familie, eine Rolle, aus der das Mädchen mit viel Humor das Beste zu machen versucht. Hin und her gerissen von ihrem gutaussehenden Zeitreisepartner Gideon, findet sie sich schnell in ihre Aufgabe hinein. Mit Unterstützung ihrer besten Freundin, die wahrscheinlich die beste Google-Detektivin ist, gelingt es ihr, langsam hinter die Familiengeheimnisse zu kommen und Stück für Stück das Puzzle zusammenzusetzen.
Gwendolyn ist eine wunderbar sympathische und unkomplizierte Protagnistin, die nicht nur zur Heldin wird, sondern der es gleichzeitig auch erlaubt ist, einfach nur Teenager und auch mal komplett überfordert zu sein. Das schafft nicht nur Nähe, sondern bietet auch viel Identifikationspotential. Die herrlich erfrischende, selbstironische Art von Gwendolyn und ihrer Freundin Leslie steht im Gegensatz zur steifen, aristokratischen Art der Familie und der manchmal geradezu gruseligen Verwandtschaft in der Vergangenheit. Die Zeitsprünge bleiben durchweg logisch und nachvollziehbar, was bei Zeitreiseromanen nicht nur schwierig ist, sondern leider zu oft auch nicht gelingt. Zumindest bin ich bisher nicht in Stutzen geraten.
Mir hat der erste Teil der Edelstein-Trilogie sehr viel Spaß gemacht. Die historischen Settings machen einen gut recherchierten Eindruck und die Autorin lässt auch immer wieder kleine Details aus Geschichte und Mythologie einfließen. Ich bin sehr gespannt, ob es Gwendolyn und Gideon gelingen wird, hinter das „Große Geheimnis“ zu kommen, ob sie irgendwann heraus finden, auf wessen Seite sie stehen wollen und natürlich auch, wie es mit den beiden als Paar weiter gehen wird.
Ein zauberhafter Auftakt mit vielen Geheimnissen, einer guten Portion Humor und einem Schuss Romantik!
Was bin ich froh, dass ich nicht wie üblich monatelang auf die Fortsetzung warten muss, sondern gleich weiter lesen kann.
© Tintenelfe

5 FaesschenKerstin Gier: Rubinrot (1)

Cover Rubinrot (c) Arena VerlagGebundene Ausgabe: 345 Seiten
Verlag: Arena (Januar 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401063340
ISBN-13: 978-3401063348
Altersempfehlung: 12 – 15 Jahre
Preis: 15,99€ [D]

Liebe geht durch alle Zeiten – Wiki
Die Trilogie „Liebe geht durch alle Zeiten“

  1. Rubinrot
  2. Saphirblau
  3. Smaragdgrün

20 Kommentare

  1. Na da muss ich dann wohl auch mal mit den Büchern anfangen. Hab mich bis jetzt noch davor gescheut. Aber bei der Empfehlung kann ich es ja mal probieren 🙂
    Schöne Grüße aus der Kur in Grömitz!

    1. Sie sind wirklich echt süß und bezaubernd. Ich musste auch so manches Mal kichern, einfach ein herrlicher Humor.
      Viel Spaß und vor allem viel Erfolg bei der Kur! Komm gut wieder.

  2. Ich kann es gar nicht glauben, dass du die Bücher bisher noch nicht gelesen hattest. Ich hatte sie mir auch erst ausgeliehen und später doch noch gekauft.
    Hat sich gelohnt 🙂 .

  3. Liebe Tintenelfe,
    Kaum zu glauben, dass ich diese Bücher vor Dir gelesen habe! :-))
    Ich mochte den ersten Band sehr, habe den zweiten sehnlich erwartet und fand ihn schon langweiliger. Den dritten habe ich dann gar nicht mehr zur Hand genommen, vielleicht leihe ich ihn mir noch in der Bibliothek aus. Bei diesen Reihen finde ich vor allem die Idee interessant und wenn sich die abgenutzt hat, dann ermattet meine Leselust schnell…
    Ging mir leider schon häufiger so. Ich sollte bei Standalones bleiben!
    Liebe Grüße von der Buchschätzerin

    1. Wenn man die Bücher direkt hintereinander liest, ist es viel mehr wie ein Buch. Mit diesen ewigen Wartezeiten vergeht mir auch oft die Lust. Deshalb standen die Bücher dann ja auch so lange im Regal. Du kannst den dritten Teil auch von mir leihen. 🙂

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