Ein Jugendtraum wird wahr! Der Meister kommt!

Schon über zwei Monate ist es her, dass mich über Twitter die Nachricht des Heyne Verlags ereilte, dass Stephen King nach Deutschland kommt. Leider wird er nur in München (heute) und Hamburg (morgen) lesen.
Sofort war ich in heller Aufregung, auch wenn meine „heiße“ Stephen King Phase nun doch schon länger her ist. Ich kann mich noch erinnern, wie in der 9. Klasse „Friedhof der Kuscheltiere“ die Runde machte. Mein Einstieg in die Welt Stephen Kings, dem eine wahre Besessenheit folgte. Ich las alles, was ich von ihm in die Hände bekam (meistens aus der Bücherei), richtete ein eigenes Regal für seine Bücher ein (hab gerade noch ein Foto von 1994 gefunden) und schaute heimlich bei meinen Freunden die Filme. Das Stephen-King-Film-Buch fiel auch bald auseinander, aber das machte nichts, ich war bald selbst ein wandelndes Stephen-King-Lexikon.

King Schrein

Leider sieht man den Pennywise nicht richtig.

Projekte im Kunstunterricht wurden „verkingt“ und so entstand eine Gipsmaske mit Pennywise aus „Es“ und aus der Collage wurde eine Hommage an „Brennen muss Salem„, auf dem der „Undertaker“ als Vampir herhalten musste. Meine Buchvorstellung von „Pet Semetary“ im Englisch-Leistungskurs rang unserer Mrs. Hunter zähneknirschende 15 Punkte ab, was mich zur Pausenheldin machte, denn das gab es bis dahin noch nie. Der Höhepunkt war dann wohl aber der Besuch einer Austauschstudentin aus Bangor, Maine, die sich meinen Fragen stellen musste, gerade so als müsse sie den „Meister“ persönlich kennen, weil sie in der gleichen Stadt wohnte.
Mit „Dolores“ flaute meine King-Manie dann langsam ab. Sehr zur Erleichterung meiner Umgebung, hatte ich doch Weihnachten fast noch geheult, weil „Nightmares and Dreamscapes“ nicht auf dem Gabentisch lag. (Das Buch war damals so teuer, dass ich mir das gar nicht selber leisten konnte.)
Nun nach so vielen Jahren also die Nachricht: Er kommt!
Karte
Meine Freundin zögerte keine Minute: „Da fahren wir hin, so weit ist es jetzt auch wieder nicht nach Hamburg!“ Also stand ich am 16. September pünktlich 10 Minuten vor 13 Uhr an der Konzertkasse. Als der Vorverkauf auf die Minute pünktlich startete, begann ein wildes Klicken, denn in Sekundenschnelle waren die ersten Reihen ausverkauft. Nicht nur die Dame am PC kam ins Schwitzen, aber dann erklang ein Jubelruf: „Geschafft!“
Cover Doctor SleepNun sitzen wir morgen in Reihe 15 und lauschen dem Meister, wenn er aus seinem neuen Roman „Doctor Sleep“ liest. Ich habe extra Urlaub genommen und freue mich auf einen wunderschönen Tag in Hamburg mit dem ersten Schriftsteller, den ich wirklich verehrt habe. Ein Jugendtraum wird endlich wahr!
Vielleicht sieht man sich?!
Eure Tintenelfe

5 Kommentare

  1. Hallo und guten Tag,
    nun laut Zeitungsbericht muss es schon sehr toll gewesen und der Abgang muss wohl etwas schnell gewesen sein..
    LG..Karin..

    1. Es war ein toller Abend. Das Publikum war super drauf und Stephen King war sehr sympathisch und humorvoll. Es war ein richtiges Erlebnis! Das mit dem schnellen Abgang ist mir nicht aufgefallen, vielleicht weil noch minutenlang stehend geklatscht wurde?!

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