J.K. Rowlings neuer Coup – ein Krimi als Robert Galbraith

Ein neuer Stern am Krimihimmel? Das Debüt des bisher unbekannten Schiftstellers Robert Galbraith schoss heute kometengleich auf der Bestsellerliste bei Amazon nach oben. Kein Wunder, denn die Enthüllung, dass sich hinter dem ehemaligen Militärspolizisten niemand anderes als Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling verbirgt, lässt die Herzen vieler Fans höher schlagen.
Abseits vom großen Veröffentlichungsrummel wie er um die Harry-Potter-Reihe und zuletzt den groß abgekündigten Erwachsenenroman „Ein plötzlicher Todesfall“ herrschte, konnte die berühmte Autorin sich neu ausprobieren. Der Kriminalroman „The Cuckoo’s Calling“ erschien bereits im April 2013 und wurde vom Publikum wohlwollend aufgenommen. Laut  BBC-News hat J.K. Rowling es sehr genossen, ein Buch ohne großen Hype und Erwartungen zu veröffentlichen und hätte das Geheimnis gern noch ein wenig länger gewahrt.
Cover
In „The Cuckoo’s Calling“ ermittelt Detective Cormoran Strike im Fall des plötzlichen Todes eines Supermodels. Auch wenn alle Anzeichen auf einen Selbstmord hindeutet, so hat der Kriegsveteran, der als Privatermittler arbeitet, seine Zweifel.
Ein weiterer Roman mit Cormoran Strike soll im nächsten Jahr erscheinen, vermutlich dann wieder mit dem gewohnten Hype.
Nun bin ich gespannt, wer sich die deutschen Rechte sichern wird und wann es eine Übersetzung gibt. Da ich Krimis gern mag, werde ich wohl auf jeden Fall mal in das Buch hineinlesen. Und Ihr?
Nachtrag: „The Cuckoo’s Calling“ wird mit dem Titel „Der Ruf des Kuckucks“ bei Blanvalet (Randomhouse) als Hardcover mit einer Erstauflage von 200.000 erscheinen. Der Verlag hatte die Rechte bereits im Februar gekauft.
© Tintenelfe

23 Kommentare

  1. Hey Tintenelfe,
    ich war genauso baff über diese Nachricht, die heute die Blogosphäre im Sturm erobert hat, wie du. Ich muss auch gestehen, dass ich mir den Krimi gleich gekauft habe und nachher damit anfangen werde. Ein neuer Stern am Krimihimmel ist immer gut, finde ich, auch wenn sich dahinter jemand altbekanntest verbirgt.
    Ich denke, das anfängliche Versteckspiel ist nicht ungewöhnlich für bekannte Autoren (ein Schelm, wer Marketingstrategien dahinter vermutet…). Ich kann mir vorstellen, dass der Druck, den die Bekanntheit mit sich bringt nicht gerade die Kreativität fördert und dass es nicht immer ein Segen ist, wenn einem große Erwartungen entgegen gebracht werden.
    Liebe Grüße,
    Mareike

    1. Es gibt ja so einige Autoren, die es mal mit einem Pseudonym probieren. Ich denke hier zum Beispiel an Stephen King, der als Richard Bachman wissen wollte, ob seine Bücher auch ohne seinen berühmten Namen Erfolg haben könnten. Sie konnten. Schade, dass das Versteckspiel nicht länger gedauert hat. Mich hätte interessiert, wie erfolgreich Robert Galbraith tatsächlich ist.

  2. Ich bin ja eigentlich überhaupt kein Krimifan – und ob mich der Name von JKR dazu bringen könnte, in der Hinsicht meine Meinung zu ändern, weiß ich noch nicht.
    Wenn ich das Buch lesen sollte, dann auf Englisch.

  3. Da ich gerne gute Krimis lese, werde ich wohl mal reinschauen, schließlich kann die Frau einfach gut schreiben. Und dass JKR nach dem unglaublichen Rummel um ihren letzten Roman es vorgezogen hat, es mal mit einem Pseudonym zu versuchen, kann ich sehr gut nachvollziehen!

  4. Huhu Mona,
    ich werde auch definitiv reinlesen, bin sehr gespannt was sie ohne den großen Erwartungsdruck im Nacken geschrieben hat! ♥
    Ich sende dir mal wieder liebe Grüße und wünsche dir eine tolle Woche!
    Liebe Grüße 😉
    Sandra

    1. Danke, die tolle Woche wünsche ich Dir auch! Ja, auf das Buch bin ich auch gespannt. Es spricht mich auch mehr an als „Ein plötzlicher Todesfall“, das ich tatsächlich (bisher) nicht gelesen habe.

      1. Ich auch nicht, es liegt noch hier herum 😉 ausgeliehen von einem Bekannten..

  5. Naja, zunächst zur Verlagsfrage: das wird wohl wieder der Carlsen-Verlag werden, etwas anderes würde mich schon wundern. Ich werde mir den Krimi nicht antun, ich bin einfach übersättigt und bei Frauen als Krimiautorinnen bin ich ein wenig mäkelig. Naja, ich bin auf jeden Fall gespannt, wie der Run drauf wird, „Ein plötzlicher Todesfall“ lief nicht ganz so erfolgreich, wie sich alle erhofft hatten. Ganz kurzer Einwurf: der Krimi wurde von den Kritikern wohlwollend aufgenommen, verkauft wurden von dem Buch seit ET 1500(!) Exemplare – lt. Sunday Times. Dass ein Verlag mit solchen Zahlen nicht umgehen kann, wenn es denn keine Lyrik ist, ist wohl logisch und deshalb nehme ich einfach mal an, dass es wohl überlegt war, diese Mitteilung an die Öffentlichkeit zu geben.

    1. Ich denke, auch, dass ein Verlag, der Frau Rowling unter Vertrag hat, gern mehr daraus machen will und deshalb an die Öffentlichkeit gegangen ist (oder Gerüchte gestreut oder was weiß ich). Hat ja auch geklappt. Was Autoren betrifft, ist mir das Geschlecht eigentlich egal, dafür bin ich bei Sängerinnen mäkeliger. 😉
      Liebe Grüße
      die Tintenelfe

  6. Liebe Elfe, ich werde mich dem englischen Original widmen und dann berichten, ob es sich gelohnt hat. Was meinst du, ist das doch alles nur ein Pressegag?
    Sonnige Grüße

    1. Ehrlich gesagt ja. Ich kann mir einerseits sehr gut vorstellen, dass eine internationale Bestsellerautorin sich gern mal unbeobachtet neu ausprobieren will, aber ich denke schon, dass die Bekanntmachung aus Kalkül erfolgt ist. So gut hat es sich ja dann zunächst trotz guter Kritiken nicht verkauft.
      Ich bin gespannt auf Dein Urteil! 🙂
      LG, die Tintenelfe

      1. Vorher habe ich mir noch Owen Meany vorgenommen, den will ich mit einer Freundin besprechen… 😉 aber ich glaube das geht parallel. Liebe Grüße

      2. Oh ja, den will ich ja auch noch lesen. 🙂 Sollte wohl bald mal anfangen. Ich hab hier gerade so viele tolle Bücher und sollte den Garten mal Garten sein lassen.

      3. Hallo Mona, schon gehört? Im Guardian ist heute ein Artikel über JK Rowling. Sie gibt dort an, dass ein Anwalt aus der sie beratenden Kanzlei einer Freundin erzählt haben soll, wer die wirkliche Autorin ist. Diese Frau hat es dann getwittert. Da der Name des Anwalts und der Kanzlei genannt wird und sie sich offiziell für den Kollegen entschuldigen, gehe ich davon aus, dass diese Version stimmt. Das ist ein massiver Imageschaden für die Kanzlei, die bestimmt auch andere „hochwertige“ Mandate pflegt…. Ich habe mit dem Buch begonnen und es gefällt mir ganz gut. Sonnige Grüße

      4. Liebe Tintenelfe, ich lese gerade ein Buch von meiner Klavierlehrerin „Brooklyn“. Sehr schön, es geht um eine junge Frau, die in den 50 ern von Irland nach Amerika auswandert. Nebenbei lese ich den Kuckuck. Dann kommt Owen Meany an die Reihe… Es wird keine große Lücke entstehen… 😉 lg ann
        Ps ich war von Silber seh angetan, zum Eintauchen, sehr nett! Danke!

      5. Ach so, ein erster Eindruck zum Buch, interessante Charaktere, so ein Mix aus den guten alten Amerikanern, armer Detektiv, und Miss Marple in Form einer jungen Assisstentin. Lässt sich gut an!

  7. Hat Rowling nicht schon einmal nach Harry Potter einen Roman für Erwachsene veröffentlicht? Hatte da eine Rezension in der ZEIT gelesen. Ich kann mir aber auch echt vorstellen, dass sie nach der Serie wirklich mal Lust auf etwas neues hat.

    1. Ja, sie hatte „Ein plötzlicher Todesfall“ veröffentlicht. Wie mir scheint, hat das Buch wohl leider nicht die Erwartungen der Verlage getroffen. Mich hat es ehrlich gesagt auch nicht so sehr gereizt.

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