Tintenhain – Der Buchblog

Lena Kupke: Pause [Rezension]

Cover Lena Kupke: Pause
Cover © dtv Verlag

Manchmal zwingt einen das Leben zu einer Pause, ob man will oder nicht. Hanna will eigentlich nicht. Aber nach einem einschneidenden Erlebnis zieht sie Hals über Kopf von Berlin in ihre alte Heimat Lüneburg zurück – zu ihren Eltern, in ihr altes Kinderzimmer, das mittlerweile das Büro ihres Vaters ist, samt Drucker, elektrischen Rollos und 90-cm-Gästebett.
Plötzlich wieder Familienalltag, von null auf hundert mit drei erwachsenen Menschen, die seit jeher Konflikte lieber unter den Teppich kehren, als sie zu klären. Hanna will so schnell wie möglich wieder zu sich nach Hause, nach Berlin, in die gemeinsame Wohnung mit ihrem Freund Paul. Doch das ist nicht so einfach möglich, denn die Gründe für Hannas Zusammenbruch liegen tief. Ein warmherziges, zart-witziges und ehrliches Buch über die Verarbeitung von Schicksalsschlägen und den langen Weg zur Selbstfindung. Zwischen alten und frischen Wunden muss Hanna lernen, Hilfe einzufordern und anzunehmen und ihre Familie mit anderen Augen zu sehen. Und sie entdeckt, dass einen die Liebe auch in den schwächsten Momenten findet.  (Inhaltsangabe © dtv)

Anstrengend, brauchte danach eine Pause

Das Buch hat mich sofort angesprochen und als ich dann im Vorfeld des Erscheinens Lena Kupkes Instagram-Kanal angeschaut habe, dachte ich, dass ich es unbedingt lesen müsse.
Es geht um Hanna, die nach einer ausgewachsenen Panikattacke ins Krankenhaus kommt. Nur hat dann niemand Zeit, sie abzuholen. Ihre Freundin nicht und auch nicht ihr Freund Paul, mit dem sie zusammen wohnt. Nur ihre Eltern kommen sofort angereist und nehmen Hanna mit nach Lüneburg.
Alles ist vertraut und doch so fremd. Hanna braucht Zeit, um zur Ruhe zu kommen und herauszufinden, was für sie wichtig ist.

Ich fand das Buch leider sehr anstrengend: Den betont hippen Schreibstil, Hanna, ihre Eltern und ganz besonders Paul. Hanna ist Mitte dreißig und hat schon mehr hinter sich als man auf den ersten Blick annehmen möchte. Ihr Freund Paul verhält sich unreif und egozentrisch, obwohl das persönliche Drama in Hannas Leben sie beide betrifft. Aber Hanna ist um Grunde ganz ähnlich drauf. Kaum ist sie bei ihren Eltern, verfällt sie in Verhaltensmuster aus ihrer Teenagerzeit – nicht nur ihren Eltern gegenüber, sondern auch gegenüber ihrer Schwester Sara.

Letztendlich ist die Krux, dass keiner über Probleme oder gar Gefühle spricht. Auch Hanna überlegt permanent, was sie für ein Mensch (nach außen) sein will. Wie anstrengend muss das sein, wenn es schon für mich nur beim Lesen super nervig ist?!

Der schnoddrige Schreibstil hat mir wenig zugesagt, auch wenn sich das Buch dadurch schnell lesen lässt. Es wirkt unheimlich aufgebläht, die Dialoge sind lang und teilweise inhaltsleer. Empfehlen kann ich den Roman leider nicht.

© Tintenhain


Leseprobe

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Lena Kupke: Pause

Einzelband
Hardcover: 320 Seiten
Verlag: dtv Verlag (15. Mai 2026)
ISBN-13: 978-3-423-28542-1
Preis: € 23,00 [D]
auch als E-Book
Bibliothek
Cover Lena Kupke: Pause
Cover © dtv Verlag

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