Emma Rosenblum: Very Bad Company [Rezension]

Einmal im Jahr lädt das trendige Tech-Start-Up Aurora seine Top-Führungskräfte in ein luxuriöses Fünf-Sterne-Resort nach Miami Beach. Mit Jetski-Rennen als Teambuilding-Maßnahme, exklusivem Dinner beim Nobel-Japaner und Champagner-Cocktail-Party. Dieses Jahr neu dabei: Caitlin Levy, die gerade von Auroras exzentrischem Gründer John Shiller abgeworben und als Head of Events eingestellt wurde. Denn sind wir mal ehrlich: Wer kann zu einem sechsstelligen Jahresgehalt, plus Aktienpaket und einem geradezu unverschämten Bonus schon Nein sagen?
Als Caitlin ihre neuen Kollegen kennenlernt, stellt sie schnell fest, dass bei Aurora nicht alles Gold ist, was glänzt. Hinter den Kulissen gibt es Spannungen, Konflikte, Affären – und die Aussicht auf Millionen beim bevorstehenden und absolut geheimen Verkauf des Unternehmens. Als nach der ersten Nacht eine Kollegin verschwindet, bedroht das den Deal – und darf deshalb auf keinen Fall an die Öffentlichkeit geraten.
Sie alle wollen ihren Anteil. Sie alle haben ein Geheimnis. Sie können einander nicht trauen, und das wissen sie genau. Doch sie haben nicht damit gerechnet, dass unter ihnen ein Mörder ist … (Inhaltsangabe © Penguin Verlag)
Zähe Story um die Machenschaften und Intrigen der Führungskräfte eines Start-ups bei einem Retreat
Die Führungskräfte des Hightech-Startups Aurora treffen sich zum alljährlichen Retreat – Zeit für Luxus, Jetski und den berüchtigten Aurorathon. Hier lässt der exzentrische Chef John Shiller die Bombe platzen. Das Unternehmen soll an Minimus verkauft werden und alle mit einem Schlag steinreich werden lassen. Doch als Head of Partnerships Jessica verschwindet, gerät das Unternehmen in Gefahr. Was wusste sie und wer hat hier etwas zu verbergen?
Anfangs hatte ich wirklich Schwierigkeiten, die Führungskräfte auseinander zu halten, wahrscheinlich auch weil mir diese ganzen Führungsbezeichnungen einfach nicht viel sagen. Chef John Shiller, der vor allem
kleidungstechnisch seinem Vorbild Winston Churchill nacheifert, ist mehr als exzentrisch und selbstverliebt. Sein Führungsstil scheint eher von Willkür als von Kompetenz zu zeugen. Auch die anderen Personen waren schablonenhaft und teilweise unangenehm. Sympathisch war mir höchstens Debra, die Personalchefin.
Leider fand ich die Handlung auch ziemlich langweilig. So richtig will eigentlich keiner was herausfinden. Wenn etwas herauskommt, wird das von der Autorin so beiläufig erzählt, das man sich fragen muss, ob das jetzt relevant ist. Der Fokus liegt mehr auf den Beziehungen der Protagonisten untereinander, verborgenen Affären und viel Gewese ums Hightech-Business und Geld. Irgendwie nicht meine Welt. Um ehrlich zu sein,
war ich froh, als es vorbei war. Eigentlich hatte ich noch auf einen Plottwist gehofft. Ich glaube, das
Ende sollte einer sein, aber der Erzählstil hat das bedauerlicherweise nicht transportiert.
© Tintenhain
Hardcover: 368 Seiten
Verlag: Penguin Random House (23. April 2025)
Originaltitel: Very Bad Company
Übersetzung aus dem Amerikanischen:
Carolin Müller
ISBN-13: 978-3-328-11390-4
Preis: € 13,00 [D]
auch als E-Book
Bücherei

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