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Katja Angenent: Das Gutshaus im Nebel [Buchnotiz]

Cover Katja Angenent: Das Gutshaus im Nebel
Cover © emons:

1882: Charlotte Jäger ist jung, clever und mittellos. Die gut bezahlte Stelle als Betreuerin eines Adelssprösslings auf dem abgelegenen Gut Valarin kommt ihr da gerade recht. Doch bald schon trübt sich die Idylle. Warum darf Charlotte das Anwesen nicht mehr verlassen? Was verbirgt sich im gesperrten Flügel des Hauses? Und warum erkennt sie sich selbst auf einem alten Foto? Verliert sie in der nebeligen Einsamkeit allmählich den Verstand – oder gehen auf dem Gut Dinge vor sich, die all ihre Vorstellungskraft übersteigen? (Inhaltsangabe © Emons Verlag)

Leichte Unterhaltung mit Gruselfaktor

Ein Gutshaus im Münsterland des 19. Jahrhunderts, eine Familie voller Geheimnisse und eine junge
Gouvernante, die nicht weiß, ob es hier wirklich spukt oder ein seltsames Spiel gespielt wird. Meine Kollegin und ich suchen immer wieder nach atmosphärischen, gern grusligen Romanen. Da lief mit dieses Buch über den Weg. Der Klappentext klang vielversprechend.

Besonders spannend fand ich es, das Geheimnis des Gutshauses und der Familie zu ergründen. Einige Ideen hatte ich beim Lesen, aber alles konnte ich nicht lösen. Die Atmosphäre hätte ich mir durchaus gruseliger gewünscht. Die Autorin versucht auch, Gänsehaut zu erzeugen, leider gelingt ihr das nur selten. Es gibt etliche Wiederholungen, sodass ich mich manchmal fragte, ob mein Reader gesprungen sei. War er dann aber nicht.
Sprachlich konnte der Roman bedauerlicherweise wenig überzeugen. Die Geschichte und die Ideen fand ich jedoch gut. Was am Ende allerdings noch die Münsteraner Stadtgeschichte sollte, weiß ich nicht. Überflüssiges, schmückendes Beiwerk, das man hätte weglassen können.

© Tintenhain


Leseprobe


Einzelband
Broschiert: 400 Seiten
Verlag: Emons Verlag (26. Februar 2026)
ISBN-13: 978-3740827892
ISBN-10:   3740827890
Preis: € 16,00 [D] auch als E-Book
Bibliotheksbuch
Cover Katja Angenent: Das Gutshaus im Nebel
Cover © emons Verlag

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