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Julie Birkland: Hoch wie der Himmel (Northern Love 1) [Rezension]

Birkland, Julie: Hoch wie der Himmel
Cover © Droemer Knaur

Als Ärztin nach Norwegen ans Meer – dieser Traum ist alles, was Annik nach dem Unfalltod ihres Mannes von ihrer großen Liebe geblieben ist. In dem beschaulichen Städtchen Lillehamn wagt sie mit ihrem kleinen Sohn Theo einen Neuanfang.
Zwischen tiefen Wäldern, der rauen See und einem endlos wirkenden Himmel wird Anniks Schmerz mit jedem Tag ein wenig erträglicher.
Wäre da nur nicht Krister Solberg, ihr wortkarger Boss. Annik ist sich sicher, dass der attraktive Chirurg sie nicht leiden kann. Doch unberührt lässt er sie nicht. Krister allerdings hat seine ganz eigenen Gründe, der neuen Ärztin in seiner Praxis zunächst aus dem Weg zu gehen. Nur langsam finden die beiden zueinander. Aber was ist mit Kristers gefährlichem Geheimnis? Und kann Annik ihr Herz noch einmal einem Mann öffnen? (Inhaltsangabe © Droemer Knaur)

Annik ist durchaus etwas unsicher, als sie dem Ruf ihrer Freundin Alva, als Ärztin in Norwegen zu arbeiten, folgt und mit ihrem kleinen Sohn Theo in das kleine Städtchen Lillehamn zieht. Die junge Frau will einen Neuanfang wagen und ein wenig hofft sie auch, dass Theo nach dem Unfalltod seines Vaters wieder anfängt zu sprechen. Doch nicht alle scheinen von der deutschen Ärztin sofort begeistert zu sein. Vor allem ihr Kollege Krister, der zusammen mit seiner Schwester Alva und seinem Bruder Espen  die Arztpraxis betreibt, scheint ihr aus dem Weg zu gehen und noch nicht ganz von ihren Kompetenzen überzeugt zu sein. Dabei findet sie nun ausgerechnet ihn besonders attraktiv.

Ich war schon sehr gespannt auf den Auftakt zu Julie Birklands Liebesroman-Trilogie, die im hohen Norden spielt. Die Geschichte an sich hat nichts besonders Neues oder Überraschendes. Jedoch hat mich das norwegische Setting sehr gereizt und das geschwisterliche Arzttrio erinnerte mich dann positiv an die „Redwood-Love“-Stories, die ich ja anfangs sehr genossen habe.

Anniks Neubeginn und ihre ersten Tage in Lillehamn werden sehr gemächlich und ausgiebig beschrieben, sodass ich anfangs doch recht lange an dem Buch gelesen habe. Doch bald schon war ich richtig drin und konnte den Roman in vollen Zügen genießen. Die Charaktere sind liebevoll angelegt und weisen durchaus eine gewisse Tiefe auf. Interessant fand ich zunehmend die Darstellung von Krister, der zwar erwartungsgemäß ein echter Traummann ist, aber eben auch seine dunklen Seiten hat, denen er sich erst mal stellen muss. Erfreulicherweise ist dies nicht allein „ein dunkles Trauma in der Vergangenheit“, das ihn verletzlich und geheimnisvoll macht, sondern tatsächlich mal etwas ganz anderes.

Die Anbahnung der Liebesgeschichte ist einfühlsam und romantisch beschrieben und hat mir sehr gefallen. Vor allem, weil die beiden sich die meiste Zeit halbwegs wie reflektierte Erwachsene benehmen. Die Geschichte von Theo erschien mir etwas klischeehaft und ich glaube, das Buch hätte mir ohne dieses zusätzliche „Drama“ besser gefallen. Tatsächlich ist es mir immer zu viel Straßenpsychologie. Insgesamt empfand ich „Hoch wie der Himmel“ eher mit einem ernsten Unterton, aber leicht und beschwingt zu lesen.

Das Setting in Norwegen war erwartungsgemäß atemberaubend und ich hatte beim Lesen eindrucksvolle Bilder vor Augen. Vor allem der Kjerag und der Keragbolten haben mir geradezu Schwindel verursacht, vom WingSuit-Jumping gar nicht erst zu sprechen. Ich habe mir mal ein paar Videos angeguckt und bin, was das betrifft, jetzt ziemlich sprachlos.

Auf jeden Fall freue ich mich schon sehr auf die Fortsetzung im November, wenn es dann um Espen gehen wird.

© Tintenhain


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Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Knaur (1. September 2020)
ISBN-10: 3426526018
ISBN-13: 978-3426526019
Preis: € 10,99 [D]
Rezensionsexemplar
Birkland, Julie: Hoch wie der Himmel
Cover © Droemer Knaur

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