Mit Vanitas in Wien [Lesung und ein Besuch auf dem Wiener Zentralfriedhof]

Koffer gepackt für WienEs ist schon ein paar Wochen her, dass mich eine unfassbar tolle Einladung vom Droemer Knaur Verlag erreichte. Ich durfte zur Buchpremiere von Ursula Poznanskis „Vanitas – Grau wie Asche“ nach Wien reisen. Man kann sich denken, dass ich vor Begeisterung schier ausgeflippt bin. Meine Lieblingsautorin treffen! Und dann auch noch in Wien! Ich habe Euch natürlich auch etwas mitgebracht.

Ich reiste also an einem Freitag mit dem Flugzeug an. Da ich mich mit dem Fliegen so gar nicht auskenne, war das schon mal pure Aufregung für mich, aber es ging von Anfang an alles gut und ich staunte nicht schlecht, wie unkompliziert das lief. Auch traf ich immer wieder nette Menschen, die genauso ratlos schauten wie ich und dann sahen wir, wie wir gemeinsam die richtige Bahn nahmen. So kam ich dann ganz glücklich in dem schnuckeligen Hotel in der Nähe der Innenstadt an, wo ich auch die beiden anderen Bloggerinnen Hanna (Buchsichten) und Janine (Empire of Me) sowie Patricia Keßler vom Droemer Knaur Verlag traf.

KaiserschmarrenAnkunft

Vor der Lesung gingen wir noch in das Café Landmann am Burgtheater, um uns mit Kaiserschmarren zu mästen, ähm stärken, meine ich natürlich. So hatten wir auch Zeit uns ein wenig besser kennenzulernen. Auf den Buchmessen ist es doch immer eher hektisch.

Die Buchpremiere von „Vanitas“ in Hartliebs Buchhandlung

Danach ging es in die Buchhandlung von Petra Hartlieb, wo die Buchpremiere stattfinden sollte. Die Buchhandlung, das muss ich jetzt mal vorwegnehmen, ist total toll. Natürlich fand ich das Harry-Potter-Regal besonders hübsch. Was mich aber noch mehr begeisterte, war die Mischung an Literatur in den Regalen. Hier gibt es nämlich nicht nur das Neueste aus den Verlagskatalogen, sondern ganz viele Bücher von der Backlist. Es hat mich geradezu fasziniert zu überprüfen, ob ich denn von jedem Regalbrett mindestens ein Buch bereits gelesen haben würde.

Ursula Pozannski bei der Buchpremiere in WienNach und nach fand sich eine kleine Zuhörerschaft ein und Petra Hartlieb begrüßte Ursula Poznanski und die Gäste. Kurz darauf lauschten wir dem Beginn von „Vanitas – Grau wie Asche“, dem zweiten Band der Vanitas-Reihe. Es geht dabei um die Blumenhändlerin Carolin Bauer, die eigentlich keine ist. Stattdessen nutzt sie ihre neue Identität, um sich vor dem russischen Clan zu verstecken, bei dem sie als Polizeispitzel aufgeflogen ist. Doch dieses Mal geht es auf dem Zentralfriedhof in Wien, wo sich die Blumenhandlung befindet, hoch her. Wenn Ihr mehr über die Bücher wissen möchtet, lest doch mal in die Rezension hinein. Das Schöne an den Lesungen von Ursula Poznanski ist, dass sie sich viel Zeit für Fragen nimmt und noch mehr Zeit, um ausführlich darauf zu antworten. Das ist absolut mein Lieblingsteil, weil man hier einfach mehr über sie und ihre Bücher erfahren kann.

Beim anschließenden Abendessen – ich kann es ja noch immer nicht glauben, dass ich mit Ursula Poznanski zum Abendessen war! – konnten wir sie noch ein bisschen weiter ausquetschen, aber sie wollte uns partout nicht verraten, ob da noch was zwischen Carolin und Tassani laufen würde. Da müssen wir uns wohl alle noch gedulden.

Auf dem Wiener Zentralfriedhof

Unsere Gruppe
Unsere Gruppe vor der Kirche

Am nächsten Tag trafen wir uns dann alle auf dem Wiener Zentralfriedhof, dem Schauplatz in „Vanitas 2“. Wir hatten eine exzellente Führerin, die zufälligerweise früher mal Buchhändlerin war und die uns die Highlights des Zentralfriedhofs zeigte. Das Wetter war dem Schauplatz entsprechend angemessen düster und schwankte zwischen Nieselregen und Windböen. Der Wiener Zentralfriedhof beherbergt einige Gräber bekannter Wiener und österreichischer Berühmtheiten. Ich habe Euch mal ein paar hier in der Galerie versammelt. Besonders mitgenommen hat mich allerdings der Babyfriedhof, im Nachhinein betrachtet hätte ich mir das gern erspart.

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Schön waren hingegen die Begegnungen mit den Rehen, die man hier öfter beobachten kann. Vor allem auf dem urwüchsigen jüdischen Friedhof können sie sich in Ruhe aufhalten. Meiner Meinung nach ist dies einer der schönsten Plätze auf dem Friedhof. Da jüdische Gräber für die Ewigkeit angelegt sind und nicht eingeebnet werden dürfen, wirkt dieser Teil atmosphärisch zwischen Verfall und Wildnis.

Jüdischer Friedhof Jüdischer Friedhof

Ein Stadtbummel und Abschied

Stephansdom WienNach einem gemeinsamen Mittagessen verabschiedeten wir uns und für die anderen ging es wieder nach Hause. Ich blieb eine Nacht länger und hatte so die Gelegenheit mich mit dem Wiener Autor René Anour zu treffen, der mich im letzten Jahr mit seinem Roman „Im Schatten des Turms“ so sehr begeistert hat. Er hat mir noch ein wenig die Wiener Innenstadt gezeigt und wir haben uns toll unterhalten. Ich habe sogar in Erfahrung bringen können, worum es in seinem nächsten Buchprojekt geht und ich freue mich schon darauf.

Das Wochenende in Wien war wundervoll und ich bin mir sicher, dass nicht wieder zehn Jahre vergehen werden, bis ich wieder einmal dort sein werde. Ich danke dem Droemer Knaur Verlag für die unglaublich tolle Gelegenheit und die beiden aufregenden Tage. Das Video von Janine von Empire of Me findet Ihr übrigens auf Youtube.

Logo Facebook Lesung PoznanskiOnline Lesung mit Ursula Poznanski

Ursula Poznanski musste aufgrund der Corona-Krise die folgenden Lesungen absagen. Daher wird sie heute um 20 Uhr zum ersten Mal seit der Buchpremiere öffentlich online auf der Facebooks-Seite des Salzburger Literaturhauses lesen.

Verlosung

Die Verlosung des signierten Exemplars „Vanitas – Grau wie Asche“ ist beendet. Gewonnen hat Karin. Herzlichen Glückwunsch!

 

 

11 Kommentare

  1. Hallo Mona,
    der „Klick bleibt natürlich in der Stadt“ und ich bestelle bei Graff,die es dann leider per Post liefert,da ich ja etwas außerhalb wohne und nicht in dem Genuss vom Fahrradkurrier komme.
    Aber mein SuB ist auch noch gut bestückt..das Lesevergnügen etwas gedämpft- da helfen nun die bekannten Autoren… Lese gerade den Andreas Gruber und da habe ich ja auch dein Buch vom Kurzweil bis zur Leipziger Buchmesse,was ich in der 2. Runde gewonnen habe.
    Online schaue ich, wenn die Zeit passt bei Arno’s Stamtisch rein…Danke für den Tipp mit Ursula für heute!. Schöne Ostern und bleibt gesund! Manu

  2. ich habe zum Glück noch genug Lesestoff vorrätig, aber im Moment wegen der Umstände weniger Zeit zu lesen
    über das Buch würde ich mich sehr freuen!
    LG Biggy

  3. Hallo und guten Tag,

    was für ein toller Ausflug nach Wien ..Danke für Deine sehr persönlichen Einblicke in Deine Reiseerlebnisse.
    Die Sternenkindergrabstätten sind immer ein schwieriger Teil jeden Friedhofes…aber sie gehört auch einfach dazu, finde ich zumindest… denn der Tod macht vor niemanden halt… …

    Hm, Bücher brauche ich mir zur Zeit keine kaufen, denn ich hatte erst am 20. März Geburtstag und ich als Leseratte wurde ich da mit einigen Büchern…augenzwickern beschenkt, netterweise.
    Unter anderem auch mit Erebos 2 , deshalb versuche gerne mein Glück für einen weiteren Roman der Autorin..

    Cool ist es sogar signiert!! Wahnsinn oder?

    Bleibt gesund…LG..Karin…

  4. Wow, auf diesen Bericht habe ich ja schon gewartet, bin sprachlos und begeistert, was für ein tolles und erlebnisreiches Wochenende Du in Wien verbracht hast und noch dazu mit so vielen spannenden und interessanten Begegnungen.
    Als ich das erste Mal in Wien war, haben mich die riesigen Bauen anfangs erschlagen, ich fand alles so bombastisch und beklemmend zugleich, irgendwie. Berlin ist ja eher chaotisch, da mal ein paar schöne Gebäude, dort mal einige Plätze, aber eben alles durch West- und Ostteil sehr auseinandergezogen und im Vergleich zu Städten wie London, Paris oder auch Wien kommt mir Berlin immer sehr klein vor.

    Am 2. Tag in Wien war es schon anders und dazu noch die gemütlichen Kaffeehäuser und der herrliche Dialekt – und Sachertorte habe ich natürlich auch im Hotel Sacher gegessen. Kaiserschmarrn natürlich auch. Ich will auch unbedingt mal wieder hin, es hat eine ganz besondere Atmosphäre.

    Auf dem Zentralfriedhof war ich auch – Friedhöfe haben etwas sehr beruhigendes für mich und ich fühle mich dort immer mit den Verstorbenen verbunden, egal ob ich sie nun kannte oder nicht. Und oft sehe ich auch an den besonders liebevoll gepflegten Gräbern, wie sehr doch manche im alltäglichen Leben ihrer Lieben stets gegenwärtig sind. Über allem steht eben die Liebe… auch über dem Tod… ach ja, da könnte ich eine Menge dazu schreiben, was mir dazu alles einfält, aber das ist ja nicht das Thema hier….

    Ich lese gerade mein im Literaturquiz 2020 gewonnenes Buch 1794 von Niklas Natt och Dag – es hat schon mal sehr spannend und in einer vielschichtigen und fesselnden Erzählweise angefangen, auchwenn mich traurige und lieblose Kindheiten immer selbst etwas traurig machen, auch wenn sie „nur“ erzählt sind… dann liegt noch ein Ostergeschenkbuch da – „Der kleine Herr Tod“ von Christian Y. Schmidt mit tollen Illustrationen von Ulrike Haseloff. Darüber habe ich auch schon eine Online-Lesung und eine Online-Vernissage mitgemacht. Finde ich ideal in Zeiten von Corona!

    Ein signiertes Buch von Ursula Poznanski wäre natürlich der absolute Wahnsinn!

  5. Danke für diesen Bericht. Ich hatte vor Jahren. Im April 2014 hatte ich das Glück, eine Lesung zu „Blinde Vögel“ von Ursula Poznanski erleben zu dürfen. Gerne würde ich das wiederholen … aber in einer Buchhandlung ist es viel schöner als bei einer Online-Lesung. Daher schaue ich mir die Online-Lesungen nur selten an, es fehlt mir einfach das richtige Feeling.
    Ich hoffe, es ist bald wieder möglich.
    Bislang habe ich noch keine neuen Bücher gekauft, ich habe noch. Aber demnächst werde ich mir trotzdem was Neues gönnen, und zwar aus meiner kleinen Buchhandlung hier vor Ort. Die Inhaberin gibt sich viel Mühe, alles am Laufen zu erhalten. Sie ist telefonisch und online zu erreichen und die Bücher werden entweder von ihrem Mann mit Fahrrad oder von der Post gebracht. Das finde ich ganz toll und das muß unterstützt werden!

  6. Was für eine tolle Veranstaltung. Ich kann sehr gut verstehen, dass du da ausgeflippt bist. Und dann scheint ja auch das Rahmenprogramm total gut gewesen zu sein. Wie schön, ich freue mich serh für dich!!!

    Auch wenn ein signiertes Exemplar natürlich ganz besonders toll wäre: Ich habe „Vanitas 2“ schon zu Hause liegen und gönne daher jemand anderem den Gewinn. Mich darfst du dann beim Losen also gerne ignorieren.

    LG, Tine

  7. Liebe Mona,

    die Live-Lesung gestern mit Ursula Poznanski war wunderbar – was für eine sympathische Person!
    Hat sehr viel Spass gemacht, ihr zuzuhören.

    Danke für den Tip!

    Liebe Grüsse von Helga

  8. Hallo,

    bisher habe ich noch keine Onlinelesung angesehen, obwohl ich die Idee echt toll finde und mir es total fehlt zu Lesungen zu gehen. Aber durch die aktuelle Situation bin ich gerade im Homeoffice und dadurch viel länger als sonst am PC und daher Abends froh, wenn ich auf keinen Bildschirm mehr gucken muss. 😉 Aber dein Bericht klingt echt toll. 🙂
    Ich habe zum Glück zu Hause noch genug Lesestoff, so dass mir nicht langweilig wird. Und wenn ich doch unbedingt ein neues Buch haben möchte bestelle ich es bei der kleinen Buchhandlung hier in meinem Ort, die zum Glück per Post ausliefern.

    LG
    SaBine

  9. Liebe Mona,
    was für ein Erlebnis! Absolut toll und auch noch in der Buchhandlung von Petra Hartlieb! Ich habe ihr Weihnachtsbuch letztes Jahr gelesen und habe mir vorgenommen, wenn ich einmal in Wien ibn, werde ich diese Buchhandlung aufsuchen.

    Liebe Grüße
    Tina

    1. Sie hat inzwischen zwei Buchhandlungen und ich war in der anderen. Also nicht der aus „Meine wundervolle Buchhandlung“. Ich fand sie total nett und sehr offen.

      Liebe Grüße
      Mona

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