Leipziger Buchmesse – Tag 1 [Messebericht]

Was für eine Aufregung! Das erste Mal ohne das Purzelchen unterwegs und dann auch noch zur Buchmesse! Das arme Kind musste bestimmt drei Mal der abreisenden Mama winken, da ich wie ein aufgescheuchtes Huhn immer wieder zurück kam, weil ich was vergessen hatte. Dass auch die beiden Zettel mit den Terminen noch auf dem Schreibtisch lagen, fiel mir erst auf der Autobahn ein. Doch Gebummel durfte nicht sein, denn in Magdeburg wollte das Schnuffelchen Kathleen abgeholt werden.
Buchmesse Bloggerlounge
Gemeinsam kamen wir ohne Probleme auf der Messe an und suchten als erstes die neu eingerichtete Bloggerlounge auf. Hier konnte ich mir in aller Ruhe meine Termine erst einmal neu organisieren. Verlagstermine hatte ich keine gemacht, da es mir zu riskant war, dass das Purzelchen alle umschmeißen könnte. Kathleen bot mir aber sofort an, mich einfach in ihre Termine einzuklinken, was ich unfassbar nett fand.
Buchmesse Tintenelfe
Buchmesse Iny Lorentz
So trafen wir Patricia Keßler von DroemerKnaur, wo in der wunderschönen Bücherrotunde gerade Iny Lorentz umlagert wurde(n). Mehr Historisches erfuhr ich von Evelyn Barenbrügge, mit der ich mich auf einen Kaffee traf. Wir haben mal ihren Terminkalender gecheckt und hoffentlich klappt es im Herbst mit einer Lesung in unserem Verein Lamme Liest! e.V.
Buchmesse - Evelyn Barenbruegge
Dann ging es auf zum Literatwoischen Geblubber von Bini und Anka. Ich habe mich so gefreut, die Bini mal ganz fest drücken zu können und natürlich habe ich auch viele andere nette Blogger getroffen.
(c) Ankas Geblubber
Mit Juna und Kathleen ging es dann weiter zur Lesung mit Martin Suter. Da der Autor ja als nächstes in unserem Lesekreis gelesen werden soll, habe ich mir dann (trotz des unverschämten Preises von 23,90€ – die spinnen, die Schweizer!) sein neuestes Werk „Montecristo“ gekauft und signieren lassen.
Buchmesse Martin Suter
Am Nachmittag wurde der Preis der Leipziger Buchmesse verliehen. Preisträger in der Kategorie „Belletristik“ wurde Jan Wagner mit „Regentonnenvariationen“, in der Kategorie „Sachbuch/Essayistik“ Philipp Ther: „Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent. Eine Geschichte des neoliberalen Europa“ und in der Kategorie „Übersetzung“ Mirjam Pressler, die „Amos Oz: Judas“ aus dem Hebräischen übersetzte. Zum ersten Mal konnten sich Literaturblogger als Bloggerpaten bewerben und die Nominierten im Vorfeld begleiten. Begleitet wurde auch die Bloggerin Mara Giese von Buzzaldrins Bücher – vom MDR für mehrere Stunden.  Dabei kam ein kleiner Filmbeitrag über Blogger heraus.
Anschließend schaffte ich es noch zur Verleihung des Seraph – Preis für Phantastik, wo ich auch Yvonne und Susanne von Literaturschock endlich mal sehen konnte. Dass es nach der Longlist noch eine Shortlist gab, hatte ich mir fast gedacht, doch finden konnte ich sie im Vorfeld der Leipziger Buchmesse leider nicht. Die Laudatio für das „Beste Buch“ hielt Ju Honisch, die im letzten Jahr den Preis in dieser Kategorie erhielt. Ausgezeichnet wurde Kai Meyer mit „Die Seiten der Welt“. Karla Paul, die auch Jurymitglied war, hielt anschließend die Laudatio für das „Beste Debüt“. Akram El-Bahay wurde für seinen Roman „Flammenwüste“ ausgezeichnet. Nach der Preisverleihung gab es dann noch Sekt und die Möglichkeit, mit den Autoren und Juroren zu sprechen. So konnte ich mich persönlich bei der liebenswerten Karla für ein gewonnenes Buch bedanken. Ich kenne Karla noch aus Tauschticketzeiten und erinnere mich daran, wie sie Twitter für sich (und andere) entdeckte.
Seraph - Kai MeyerSeraph - El-Bahay
Damit endete der erste, ereignisreiche Messetag und ich machte mich auf den Weg in meine Unterkunft. Unentschlossen wie ich war, kam ich ja für jedes Hotel zu spät und hatte dann kurzentschlossen eine Internetfreundin aus Leipzig gefragt, ob sie einen Schlafplatz für mich hätte. Ich bin so lieb in die Familie aufgenommen worden und habe mich rundum wohl gefühlt. (Ich weiß jetzt auch, wie alle Drachen aus „Drachen zähmen leicht gemacht“ heißen.)
Morgen gibt es den zweiten Teil!
Eure Tintenelfe

19 Kommentare

      1. Dreieich ist in der Nähe von Frankfurt, eine halbe Stunde mit dem Auto vom Frankfurter Hauptbahnhof entfernt.
        Ich muss noch schauen, wie genau ich hinkomme, da ich nur mit den Öffentlichen fahren kann, aber die BuCon ist immer am Samstag der Frankfurter Buchmesse 🙂

    1. Ha, das Purzelchen hat mich heute morgen erst einmal ignoriert. Vielleicht war es unsicher, dass die Mama wieder verschwindet? Aber dann war es gewohnt anhänglich. Als ich weg war hat es begonnen „Mamama“ zu sagen und sich hinzustellen. Hach, mein Herz! 😉

  1. Ein Bericht, den ich wirklich ganz toll finde. Es ist schön, zu sehen, wie Du die Buchmesse erlebtest und was Du alles erfahren hast. Ich wollte bei einer Lesung auch das Buch kaufen und signieren lassen, aber leider war das in einer ähnlichen Preisklasse wie das von Dir erworbene »Montecristo« und deshalb fiel es für mich an diesem Tag flach.

      1. Das gilt aber eindeutig ^^. Und Bücher sind immer noch ein sinnvolles und schönes Geschenk, auch und gerade an sich selbst. Seelenfutter, wie es so schön heißt. Und dann ist ja morgen eine große Gratulation fällig.

  2. Hey!
    Gleich dein erster Tag war ja schon angefüllt mit vielen tollen Begegnungen. Macht Spaß hier zu lesen. Da ist man quasi gleich wieder auf der Messe.
    War sehr schön, dich endlich mal persönlich kennen gelernt zu haben.
    LG
    Yvonne

    1. Liebe Yvonne, ich fand es so toll, dich da sitzen zu sehen. Hab dich sofort erkannt! Diese Messeberichte schreibe ich wirklich für mich selbst – zum immer wieder mal nachlesen. 🙂

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