Wir lesen und besprechen… #3 [Lesekreislektüre]

20160709_153426.jpgHeute brauche ich mal ein wenig Eure Hilfe. Meine Buchschätzer haben sich nämlich mal wieder ein gemeinsames Lesethema ausgesucht. Das machen wir immer dann, wenn wir uns nicht auf ein gemeinsames Buch einigen können. Dieses Mal soll es nach China gehen.
Trotzdem erst mal Ratlosigkeit. Spontan fiel immerhin jemandem „Marco Polo“ ein, was mich ein wenig glücklich machte, weil ich schon immer mal wieder ein Buch aus meiner Kindheit lesen wollte und „Marco Polo“ von Willi Meinck hatte ich inzwischen ertauschen können.
Aber echt? Ein Kinderbuch?

Also bin ich in die Bücherei – Ort erster Wahl. Schlagwortsuche „China“ unterstützt von „Roman“ – das hilft schon mal die ganzen Sachbücher und Reiseführer auszusortieren. Viel blieb nicht über. Einige dicke historische Schinken und zwei Krimis.
Ein Buch hat es dann doch in den Korb und zu mir nach Hause geschafft: „Goldener Bambus“ von Anchee Min, ein Roman über die Nobelpreisträgerin Pearl S. Buck. Auf dem Heimweg bin ich dann noch spontan zu „Oxfam“, wo ich zufällig den Roman „Die namenlosen Töcher“ von Xinran entdeckte. Hier geht es um Mädchen, deren Vater so unglücklich darüber ist, keinen Sohn zu bekommen, dass er ihnen keine Namen, sondern Nummern gibt. Sanniu (Nummer Drei) flieht in die Stadt, um sich zu beweisen, dass sie ebenso gut ist wie ein Sohn.

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Nun steh ich vor dem Dilemma: Welches Buch soll ich lesen? Oder ist das vielleicht alles nichts und Ihr habt einen besseren Tipp? Dann bitte gern her damit! Welches Buch würdet Ihr zum Thema China lesen?

Edit:
Ich liste Eure Tipps mal auf, dann können die anderen Buchschätzer auch mal gucken:
◊ Xiaolong Qui: Tod einer roten Heldin (Nike) – Krimi
◊ Gary Jennings: Marco Polo Der Besessene (Aleshanee)
◊ Ryan Graudin: Walled City (Aleshanee) – Jugendbuch
Andrew Lane: Young Sherlock Holmes 5: Der Tod kommt leise (Buchstütze) – Jugendbuch
◊ Anchee Min oder Lisa See (Lisa auf Facebook)
Qiu Xiaolong: Schwarz auf Rot (Flattersatz – Rezension)
 Hong Ying: Die chinesische Geliebte (Flattersatz – Rezension)
 Liao Yiwu: Für ein Lied und hundert Lieder (Flattersatz – Rezension)
 Dai Sijie: Balzac und die kleine chinesische Schneiderin (Flattersatz – Rezension)
 Dai Sijie: Wie ein Wanderer in einer mondlosen Nacht (Flattersatz – Rezension)
 Shan Sa: Die Go-Spielerin (Flattersatz – Rezension)
 Shan Sa: Himmelstänzerin (Leserin Ruth L.)
 Jung Chang: Wilde Schwäne (Leserin Ruth L.)
  Ma Jian: Red Dust (Leserin Ruth L.)
 Mo Yan: Das rote Kornfeld (Leserin Ruth L.)
 Lingyuan Luo: Wie eine Chinesin schwanger wird (Leserin Ruth L.)
 Lingyuan Luo: Die chinesische Delegation (Leserin Ruth L.)
Robert van Gulik: Richter -Di-Krimis (Julias Buchblog – Rezension)
 Lisa See: Der Seidenfächer (nettebücherkiste)
◊ Amy Tan: Töchter des Himmels (Leserin Elke)
◊ Amy Tan: Geist der Frau Chen (Leserin Elke)
◊ Nury Vitachi: Shanghai Dinner (Leserin Elke)
◊ Auy Ging Geok: Wind über dem Wasser
(Leserin Elke)

 

22 Kommentare

  1. Schwierige Frage, zum Thema China fällt mir leider gerade kein besonderes Buch ein. Von deinen aufegzählten Büchern kenne ich auch keines, aber „Die namenlosen Töchter“ klingt jedoch noch spannend. Ich bin gespannt für welches Buch du dich schlussendlich entscheidest!
    Liebe Grüsse
    Julua

  2. Hi Mona!

    Also zum Thema China fällt mir im ersten Moment gar nix ein O.O

    Aber da du Marco Polo erwähnt hast … es gibt ein ganz tolles Buch, eigentlich eine Dilogie in einem „Marco Polo Der Besessene“ von Gary Jennings. Ich fand das Buch super und die Reise und das ganze drumherum wurde super beschrieben!

    Und dann ist mir auch noch „Walled City“ eingefallen. Der Schauplatz bei diesem Jugendbuch beruht auf einer tatsächlichen Begebenheit, bzw. einem Stadtteil in Hongkong, der sich aus der Besetzung entwickelt hat. Viele Mörder, Prostituierte etc. sind dort unterwegs und drei Jugendliche versuchen, dem Schicksal zu entfliehen. Ich fand das Buch echt klasse!

    Liebste Grüße, Aleshanee

  3. Das Buch von Willi Meinck habe ich auch und ich habe es als Kind fast auswendig gelernt und konnte dann meinen Eltern eine Exkursion über Venedig anbieten mit 11 <3.
    Ansonsten stelle ich fest, dass mir zum Stichwort „China“ spontan nichts einfallen würde :O

  4. Hallo!
    Zu China fällt mir gelich Amy tan ein. ich glaube Töchter des Himmels fand ich damals ganz toll, aber auch der Geist der Frau Chen.
    Dann natürlich Nury Vitachi Shanghai Dinner (Kann ich dir auch leihen) und Wind über dem wasser von Auy Ging Geok.

    1. Amy Tan habe ich heute öfter schon gelesen und sie sagt mir auch was mit „Töchter des Himmels“. Die anderen Sachen kenne ich nicht. Muss ich mir mal genauer anschauen.

  5. Hallo,
    Ich habe hier einige Vorschläge für Dich:
    Jung Chang: Wilde Schwäne ( schon etwas älter ,über 600 Seiten, bietet aber einen großartigen Einblick in Chinas Entwicklung im 20. Jahrhundert, gleichzeitig eine spannende Familiengeschichte)
    Ma Jian:Red Dust (Reisebericht)
    Shan Sa: Die Go-Spielerin und Himmelstänzerin ( schöne Sprache )
    Mo Yan: Das rote Kornfeld ( umstrittener, weil regierungsnaher Literaturnobelpreisträger, Der Roman war mir aber zu brutal)
    Dai Sijie: Balzac und die kleine chinesische Schneiderin ( sehr schönes Buch über die Verhältnise in China während der Kulturrevolution und über die Wirkung von Literatur, kam in meinem Lesekreis sehr gut an )
    Lingyuan Luo: Wie eine Chinesin schwanger wird und Die chinesische Delegation
    ( Autorin lebt in Deutschland und schreibt auf Deutsch, gibt einen guten und humorvollen Einblick in das China von heute )
    Ich hoffe das hilft Dir etwas.
    Liebe Grüße
    Ruth

  6. Ich kann „Der Seidenfächer“ von Lisa See wärmstens empfehlen. Da geht es um die traditionelle Freundschaftsbeziehung zwischen zwei Mädchen im China des 19. Jahrhunderts, das eine Mädchen (zunächst) schlechter, das andere besser gestellt. Die (grausame) Tradition des Füßebindens wird ausführlich beschrieben. Trotzdem habe ich das Buch sehr gerne gelesen! (Die Verfilmung soll übrigens nicht allzu viel mit dem Buch zu tun haben.)

  7. China – ein weites Feld! ich hau dir einfach mal ein paar tipps rein, diese bücher haben mir gut gefallen, sie sind aus ganz unterschiedlichen bereichen, beleuchten aktuelles und älteres… schau halt mal, wenn es dich interessiert!

    viel spaß

    Qiu Xiaolong:
    – Schwarz auf Rot (https://radiergummi.wordpress.com/2008/04/22/qiu-xiaolong-schwarz-auf-rot/)
    – Hong Ying: Die chinesische Geliebte (https://radiergummi.wordpress.com/2008/11/03/hong-ying-die-chinesische-geliebte/)
    – Liao Yiwu: Für ein Lied und hundert Lieder (https://radiergummi.wordpress.com/2012/09/18/liao-yiwu-fur-ein-lied-und-hundert-lieder/)
    – Dai Sijie: Balzac und die kleine chinesische Schneiderin (https://radiergummi.wordpress.com/2012/04/18/dai-sijie-balzac-und-die-kleine-chinesische-schneiderin/)
    – Dai Sijie: Wie ein Wanderer in einer mondlosen Nacht (https://radiergummi.wordpress.com/2009/11/21/dai-sijie-wie-ein-wanderer-in-einer-mondlosen-nacht/)
    – Shan Sa: Die Go-Spielerin (https://radiergummi.wordpress.com/2015/01/18/shan-sa-die-go-spielerin/)

  8. Mmh zum Thema China habe ich schon ein paar Bücher gelesen, aber fast nur Kinder/Jugendbücher. Kommt also weniger in frage. Ein paar erwachsenenromane stehen noch bei meinem Papa im Regal, da weiß ich die Namen leider nicht.. -_-“
    Aber ich würde die namenlosen Töchter lesen glaube ich..das klingt gut.
    Lg Aki

  9. Hallo,
    ich lese gerne Geschichten, die in Asien spielen. Gerade vor ein paar Tagen habe ich mir zwei gebrauchte Bücher gekauft:
    Carlsen Verlag, Susanne Hornfeck: Mulan – Verliebt in Shanghai (Jugendbuch).
    Auf der Rheinlandpfalz-Buchmesse in Mainz wurde ich dieses Jahr dieses Buch aufmerksam: Achter Verlag, Wolfgang Orians – „I want to be your shanghai girl“ (Trotz englischem Titel auf Deutsch)
    Beide Bücher habe ich noch nicht gelesen, sie liegen in meinem SUB.

    Gelesen, aber noch nicht rezensiert habe ich „Manduschai“ von Tanja Kinkel. Eines meiner Lieblingsbücher, spielt aber in der Mongolei.

    Speziell aus China würde ich Bücher von Amy Tan empfehlen, oder „Die Geisha“ von Arthur Golden.

    1. Danke für die vielen Tipps, Tanja.
      Mit Büchern, die in Asien spielen, hatte ich mich bisher gar nicht so sehr beschäftigt, dabei ist es unheimlich interessant, was man alles so erfährt!

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