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Freida McFadden: Die Kollegin – Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste? [Buchnotiz]

Cover Freida McFadden: Die Kollegin – Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste?
Cover © Heyne

Dawn Schiff ist seltsam. Darin sind sich ihre Kollegen einig. Sie sagt nie das Richtige. Sie hat keine Freunde. Aber sie ist jeden Morgen um Punkt 8:45 Uhr an ihrem Platz in der Firma, in der sie als Buchhalterin arbeitet. Bis sie eines Morgens nicht auftaucht. Dawns Kollegin Natalie Farrell wundert sich. Dann erhält sie einen anonymen Anruf und fährt zu Dawns Wohnung. Keine Spur von ihrer Kollegin. Doch Natalie bietet sich ein Bild des Grauens. Eins scheint bald klar: Jemand muss Dawn so sehr gehasst haben, dass er sie getötet hat. War es jemand aus ihrem Büro? Je mehr Natalie herausfindet, desto tiefer verstrickt sie sich selbst in ein Netz aus Lügen und Gewalt, aus dem es kein Entkommen gibt.  (Inhaltsangabe © Heyne Verlag)

Zwei Frauen. Ein Büro. Ein schreckliches Verbrechen. – Spannender Thriller mit unerwarteten Plottwists

Seit “Wenn sie wüsste” liebe ich die Bücher von Freida McFadden. In “Die Kollegin” verschwindet
die etwas nervige, pedantische und im Umgang mit anderen ungeschickte Dawn. Ein anonymer
Anruf erreicht ihre Kollegin Natalie, die sich sofort auf die Suche begibt. Alles deutet darauf hin, dass Dawn etwas zugestoßen ist.

Freida McFadden spielt mit den Perspektiven der beiden Frauen, um Unsicherheit und Ungewissheit
zu erzeugen. Natürlich ist wieder einmal alles anders als gedacht und ich fand die Spannung durchgehend gut gehalten. McFadden erzählt einfach und gut lesbar. Die Figuren sind dieses Mal etwas stereotyp. Am stärksten betrifft das Dawn, die offensichtlich autistisch ist. Die wenig empathischen Diskussionen auf Reado haben mir wieder vor Augen geführt, wie schwer es Menschen im Autismus-Spektrum haben. Viele haben sich im Social-Reads-Thread über Dawn amüsiert bzw. sich gegenseitig dazu gratuliert, wie nervig doch zum Beispiel ihr Schildkröten-Tick ist. Ich fand das sehr unangenehm.

Das Ende hat leider Logikschwächen und McFadden hat meiner Meinung nach mal wieder einen Twist zu viel. Insgesamt hat mir “Die Kollegin” aber gut gefallen, abgesehen davon, dass eine sehr wahrscheinlich autistische Person nicht nur stereotyp, sondern auch krankhaft dargestellt wird.

© Tintenhain


Leseprobe

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Einzelband
Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (26. März 2025)
Originaltitel: The Coworker (2023)
Übersetzung aus dem Amerikanischen: Astrid Gravert
ISBN-13:  978-3-453-44348-8
Preis: € 17,00 [D] auch als e-Book
Bibliotheksbuch
Cover Freida McFadden: Die Kollegin – Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste?
Cover © Heyne

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