Tintenhain – Der Buchblog

Buch des Monats – JANUAR 2026

In diesem Jahr möchte ich wieder mehr bloggen. Aktuell bin ich nur noch rudimentär auf Instagram unterwegs und seit letztem Jahr verstärkt auf READO aktiv. Hier rezensiere ich (mal länger, mal kürzer) fast jedes Buch und mir macht der Austausch mit der Community auch echt Spaß.

Hier auf dem Blog beabsichtige ich, einmal im Monat meine gelesenen Bücher zu zeigen und dann auch ein Buch des Monats vorzustellen. Mal schauen, wie mir und euch das Format gefallen wird.

Im ersten Monat des Jahres habe ich ganze sieben Bücher gelesen und es war eigentlich nur ein Flop darunter. Ich zeige einmal alle Bücher mit einer kurzen, persönlichen Einschätzung. Die Reihenfolge ist dabei als aufsteigende Wertung zu verstehen. Falls Ihr ein Buch noch nicht kennt, aber gern Näheres erfahren wollt, verlinke ich die Buchtitel mit der entsprechenden Verlagsseite.

Gelesene Bücher im Januar

Wertung aufsteigend

E. Lockhart: We Were Liars. Solange wir lügen.
Cover © Ravensburger

E. Lockhart: We were liars – Solange wir lügen.

Tatsächlich weiß ich gar nicht mehr, warum ich das Buch lesen wollte. Irgendwie ist es auf meiner Wunschliste der Bücherei gelandet – wahrscheinlich zu oft gesehen.

Es ließ sich leicht lesen und das war dann auch der Grund, warum ich einfach weitergelesen haben, obwohl ich schon die Protagonistin unsympathisch fand und auch bis zum Schluss nicht verstanden habe, warum sie sich immer die Lügner nannten. Zum Ende hin wurde es noch mal richtig spannend und nahm auch eine nicht vorhergesehene Wendung ein.

Teresa Driscoll: I Am Watching You
Cover © HarperCollins

Teresa Driscoll: I am watching you

Spannender Thriller, der gut geschrieben und geschickt konstruiert ist. Ich hatte bis zum Schluss keine Ahnung und konnte mich während des Lesens auch auf alle Verdächtigen einlassen. Nervig fand ich allerdings, dass mehrere Personen Dinge wussten, die sie der Polizei damals nicht erzählt haben und die dann auch weiterhin nur angedeutet wurden. Pluspunkt: Sicht auf die Hinterbliebenen, die mit dem Verlust zurechtkommen müssen und auf die Zeugin, deren Leben unverschuldet aus den Fugen gerät.

Asia Mackay: A Serial Killer’s Guide to Marriage
Cover © Dumont Verlag

Asia MacKay: A Serial Killer’s Guide to Marriage

Witzige Geschichte um ein Ehepaar, das früher Männer umgebracht hat – natürlich nur die bösen. Jetzt haben sie ein Kind und dem Morden abgeschworen. Doch so einfach lässt sich das Morden nicht lassen. Zumindest Hazel hadert mit ihrem Schicksal als Vollzeitmama zwischen Windeln und musikalischer Früherziehung.

Sehr lustig, immer mit Blick auf die Herausforderungen von moderner Ehe und Mutterschaft. Dabei ist der Roman unerwartet gesellschaftskritisch. Wenn man die Mörderthematik nicht zu ernst nimmt, ein sehr vergnügliches Buch mit dem einen oder anderen Augenöffner.

Bianca Nawrath: Schöne Scham
Cover © Frankfurter Verlagsanstalt

Bianca Nawrath: Schöne Scham

Fünf Freunde, die sich mehr oder weniger kennen – darunter zwei Pärchen – auf dem Weg in ein Ferienhaus. Was auf dem Weg noch kleine Kabbeleien sind, wächst sich schnell zu tiefer gehenden Konflikten aus. Es brodelt unter den perfekten Fassaden, bis es eskaliert.

Ich habe das Buch sehr gern gelesen und mochte sehr den analytischen Blick der Autorin, die die Beziehungen zunächst vorsichtig abklopft, bevor sie sie auf eine Belastungsprobe stellt. Die sehr unterschiedlichen Charaktere tragen zu einer sich beschleunigenden Dynamik bei. Anfangs hatte ich mit den Perspektivwechseln der weiblichen Hauptfiguren etwas Probleme. Jedoch gelingt es besser, sie auseinander zu halten, je besser man sie kennenlernt. Lohnt sich.

Joël Dicker: Die Geschichte der Baltimores
Cover © Piper Verlag

Joël Dicker: Die Geschichte der Baltimores

Lesekreisbuch Januar

Lesenswerter Roman über eine amerikanische Mittelschichtsfamilie und wie das Unglück seinen Lauf nimmt. Nichts ist perfekt, auch wenn es so scheint.
Gut erzählt, manchmal kleine Längen – man weiß die ganze Zeit, dass eine “Katastrophe” geschehen ist, die alles zerstört hat. Was genau das ist, offenbart sich natürlich erst am Ende der 500 Seiten langen Geschichte.
Ich habe das Buch sehr gern gelesen und das ist sicher auch nicht mein letztes Buch von Joël Dicker.

Marcus Kliewer: Die Besucher
Cover © Goldmann Verlag

Marcus Kliewer: Die Besucher

Das Buch war ein heißer Tipp einer Kollegin, die es schon auf Englisch gelesen hatte. Was ich nicht wusste: Das Buch ist zunächst auf Reddit in Fortsetzungen veröffentlicht worden und es folgte nicht nur ein Buchvertrag, sondern auch ein Vertrag mit Netflix.

Der gruselige Roman startet von Anfang an mit großem Tempo und unheimlichen Elementen. Die unerwarteten Besucher, eine fünfköpfige Familie, nisten sich im neu erworbenen, renovierungsbedürftigen Haus von Eve und Charlie ein. Eve ist mit der Situation völlig überfordert und versucht verzweifelt, die ungebetenen Gäste wieder loszuwerden. Doch die haben längst die Kontrolle übernommen.

Der Text aus Eves Perspektive ist durchsetzt von wahrscheinlich hobbymäßig zusammengetragenen Dokumenten, die unheimlichen, ungeklärten Phänomen nachgehen. Spannend ist dabei, dass sich offensichtlich kleine Rätsel darin verstecken, von denen ich immerhin zwei lösen konnte.
Für mich blieben am Ende einige Fragen offen und einige lose Enden bestehen. Vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung? Ich wäre dabei!

Buch des Monats

Mirinae Lee: Die acht Leben der Frau Mook
Cover © Unionsverlag

Mirinae Lee: Die acht Leben der Frau Mook

Dieses Buch ist mein persönliches Highlight in diesem Monat!

Ich hatte bereits eine kleine Rezension dazu hier auf dem Blog geschrieben – daher nur kurz. Der Roman spielt auf unterschiedlichen Zeitebenen eines ganzen Menschenlebens in Nord- und Südkorea vor und nach der Teilung. Die Protagonistin ist immer mittendrin und durch sie erfährt man das ganze Leid der Frauen in diesen Zeiten. Manchmal ist es unerträglich und natürlich ist es ein Kunstgriff, dass alles von einer Frau in ihren “acht Leben” durchlebt wird. Ein großartiger, nachdenklicher Roman, an den ich immer noch oft denke.

Ich hoffe, euch hat der kleine Leseeinblick gefallen. Lasst mir gern einen Kommentar da, wenn Ihr Verbesserungsvorschläge habt oder auch, wenn es genau richtig so ist.

© Tintenhain

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