S.J. Watson: Ich. Darf. Nicht. Schlafen [Rezension]

Cover ich darf nicht schlafen
Cover © Fischer Verlage

Als Christine aufwacht, ist sie verstört: Das Schlafzimmer ist fremd, und neben ihr im Bett liegt ein unbekannter älterer Typ. Sie kann sich an nichts erinnern. Schockiert muss sie feststellen, dass sie nicht Anfang zwanzig ist, wie sie denkt – sondern 47, verheiratet und seit einem Unfall vor vielen Jahren in einer Amnesie gefangen. Jede Nacht vergisst sie alles, was gewesen ist. Sie ist völlig angewiesen auf ihren Mann Ben, der sich immer um sie gekümmert hat. Doch dann findet Christine ein Tagebuch. Es ist in ihrer Handschrift geschrieben – und was darin steht, ist mehr als beunruhigend. Was ist wirklich mit ihr passiert? Wem kann sie trauen, wenn sie sich nicht einmal auf sich selbst verlassen kann? (Klappentext © Fischer Verlage)

Jeden Morgen wacht Christine  mit einem Schock auf: Der Mann in ihrem Bett ist ihr fremd und die Frau, die ihr im Spiegel entgegenblickt, um Jahre gealtert. Die um den Badezimmerspiegel drapierten Fotos sollen ihr jeden Tag ins Bewusstsein rufen, wer sie ist und ihr helfen, sich zu vergewissern, dass Ben ihr Ehemann ist.

Durch einen Unfall hat Christine ihr Gedächtnis verloren, wannimmer sie einschläft, vergisst sie alles, was war. Doch eines Tages beginnt sie mit Hilfe ihres Arztes, Tagebuch zu führen, um nicht zu vergessen. Schon bald stellt sie Ungereimtheiten fest und schreibt einen Satz ganz vorn in ihr geheimes Buch: Vertrau Ben nicht!

Bei der Lektüre des Thrillers „Ich Darf Nicht Schlafen“ ist der Titel Programm. Zu spannend ist die Geschichte als das man überhaupt schlafen möchte. So habe ich dieses Buch auch in einem Rutsch durchgelesen, geradeso als hätte ich Christines Tagebuch versteckt in einem Kleiderschrank gefunden und müsse es schnell heimlich lesen – bevor Ben nach Hause kommt.

Der Roman ist in sich schlüssig aufgebaut, temporeich geschrieben und spannend bis zum Schluss, auch wenn ich mich manches Mal fragte: Wie schnell kann diese Frau eigentlich schreiben? Der Traum eines jeden Autors! Aber das ist sicher der Erzählform geschuldet.

© Tintenhain


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Einzelband
Broschiert: 397 Seiten
Verlag: Scherz (23. August 2011)
Originaltitel: Before I go to Sleep
Übersetzung aus dem Englischen:
Ulrike Wasel, Klaus Timmermann
ISBN-10: 3651000087
ISBN-13: 978-3651000087
Preis: € 9,99 [D]
Kauf
Cover ich darf nicht schlafen
Cover © Fischer Verlage

2 Kommentare

  1. Tolles Buch! Ich wusste bis zum Lesen dieses Buches gar nicht, dass es diese höchst gemeine Variante der Amnesie tatsächlich gibt. Doch der Autor hat dies nicht erfunden, sondern – so behauptet er – gründlich bei Patienten recherchiert. Der Leser ahnt schnell, dass der Zusammenhang zwischen der Krankheit und einem – vermutlich kriminellen – Ereignis in der Vergangenheit der Frau der Schlüssel zu allem ist. Doch der Weg zur Lösung des Rätsels ist hochspannend.

    1. War mal ein Buchtipp von Dir! Das Buch habe ich dann meiner Mutter, die im Gegensatz zu mir gern Thriller liest, geschenkt. Dann habe ich doch danach gegriffen und es in einem Rutsch durchgelesen, unkommunikativer Besuch, der ich war.

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